BaPsy-DGPs: Die Hochschulen
Welche Unis akzeptieren den Test und wie wird er verrechnet?
Bevor du dich für den BaPsy-DGPs anmeldest, solltest du wissen, ob deine Wunsch-Unis den Test überhaupt berücksichtigen. Und wenn ja: Wie viel bringt er dir dort? Die Antwort fällt je nach Hochschule sehr unterschiedlich aus.
BaPsy-DGPs Universitäten: Das Wichtigste in Kürze
- Über 40 Universitäten in Deutschland berücksichtigen den BaPsy-DGPs für die Bewerbung zum Bachelor-Studiengang Psychologie.
- Jede Hochschule legt selbst fest, wie stark das Testergebnis einfließt. Üblich sind zum Beispiel Gewichtungen zwischen etwa 15 und 50 Prozent neben der Abinote.
- Einige Unis vergeben zusätzlich Bonuspunkte, etwa für eine Berufsausbildung.
- Das Zertifikat gilt an allen teilnehmenden Hochschulen, unabhängig davon, wo du den Test geschrieben hast.
Diese Hochschulen nutzen den BaPsy-DGPs
Aktuell haben folgende Hochschulen den BaPsy-DGPs als zusätzliches Auswahlkriterium beschlossen: Aachen (RWTH), Bamberg, Berlin (Humboldt-Universität, Freie Universität, Psychologische Hochschule), Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Darmstadt, Dresden, Duisburg-Essen, Eichstätt-Ingolstadt, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt am Main, Freiburg, Gießen, Göttingen, Halle, Hamburg, Heidelberg, Hildesheim, Jena, Kassel, Köln, Landau (RPTU), Leipzig, Lübeck, Mannheim, Marburg, München (LMU), Münster, Osnabrück, Potsdam, Regensburg, Saarbrücken, Siegen, Trier, Tübingen, Ulm, Wuppertal und Würzburg.
Derzeit nicht dabei sind unter anderem Bonn, Düsseldorf, Greifswald, Kiel, Konstanz, Magdeburg, Mainz und Oldenburg. Dort zählt weiterhin vor allem die Abinote.
So wird der BaPsy verrechnet
Die Hochschulen nutzen im Wesentlichen drei Modelle:
- Prozentuale Gewichtung: Abinote und Testergebnis werden in einem festen Verhältnis kombiniert, zum Beispiel 60 zu 40.
- Punktesystem: Abinote, Testergebnis und eventuelle Zusatzleistungen werden in Punkte umgerechnet und addiert.
- Notenverbesserung: Das Testergebnis verbessert die Abinote zu einer sogenannten Verfahrensnote.
Beispiele aus der Praxis
Ludwig-Maximilians-Universität München: Hier zählt der Prozentrang zu 40 Prozent und die Abinote zu 60 Prozent. Laut einer Beispielrechnung der LMU hätte man beim Grenzwert im letzten Wintersemester mit Abi 1,0 einen Prozentrang von mindestens 73 gebraucht, mit Abi 1,9 einen Prozentrang von 100.
Universität Ulm: Ulm arbeitet mit Punkten. Für das Abitur gibt es bis zu 30 Punkte, für den BaPsy bis zu 25 Punkte. Dazu kommen bis zu 5 Bonuspunkte: 3 für eine Berufsausbildung, 2 für Berufstätigkeit und 1 für sonstige Qualifikationen.Bergische Universität Wuppertal: Das Bewerbungssystem berechnet aus Abinote und Prozentrang automatisch eine Verfahrensnote. Würde das Testergebnis die Note verschlechtern, zählt einfach die Abinote.
Bergische Universität Wuppertal: Das Bewerbungssystem berechnet aus Abinote und Prozentrang automatisch eine Verfahrensnote. Würde das Testergebnis die Note verschlechtern, zählt einfach die Abinote.
Wann zählt der BaPsy nicht?
Auch an teilnehmenden Unis wird der Test nicht in jedem Fall berücksichtigt. Ausnahmen gelten häufig für:
- Bewerbungen für ein Zweitstudium
- Bewerbungen aus Nicht-EU-Staaten, die in einer eigenen Quote laufen
- Bewerbungen für ein höheres Fachsemester
- beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung
Tipps für deine Uni-Auswahl
- Vergleiche die Gewichtungen: Liegt deine Stärke eher im Test als im Abi, lohnen sich Unis mit hoher BaPsy-Gewichtung besonders.
- Nutze Bonuspunkte: Eine Ausbildung oder ein Freiwilligendienst kann an manchen Unis den entscheidenden Unterschied machen.
- Bewirb dich breit: Im Dialogorientierten Serviceverfahren kannst du mehrere Unis kombinieren.
- Prüfe die Grenzwerte der Vorjahre: Sie geben dir eine realistische Orientierung.
