Alles zur Bewerbung und Ausbildung im Öffentlichen Dienst: Einstellungstest, Anschreiben, Lebenslauf, Ausbildung, Erfahrungen
Ausbildung im Öffentlichen Dienst
Im Öffentlichen Dienst arbeiten mehr als fünf Millionen Menschen. Ihre Aufgabe: Sie kümmern sich darum, dass Deutschland funktioniert – als Beamte oder Angestellte. Beschäftigt sind sie beispielsweise beim Bund (also der Bundesverwaltung), bei den Bundesländern und bei den Kommunen (Städten, Landkreisen und Gemeinden).
Auf dieser Seite erfährst du alles, was du für den erfolgreichen Karrierestart im Öffentlichen Dienst brauchst!
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Einstellungstest Öffentlicher Dienst: Das musst du wissen!
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Mehr zu den Tests
Hier erfährst du alles, was du über die Tests und Prüfungen wissen musst.
Erfahrungen
Insider verraten, wie Ihr Auswahlverfahren im Öffentlichen Dienst ablief – Infos und Tipps von erfolgreichen Bewerbern.
Die meisten Arbeitsplätze im Staatsdienst gibt es in den klassischen Verwaltungsbereichen der Bundesverwaltung, bei den Bundesländern und Kommunen. Doch der Öffentliche Dienst ist vielfältig: Auch die Träger der Sozialversicherung gehören dazu, ebenso wie Universitäten und Gerichte. Entsprechend zahlreich sind die Karrierewege.
Der Berufseinstieg im Öffentlichen Dienst kann auf verschiedene Weise gelingen: Entweder schlägst du eine Beamtenlaufbahn ein, beispielsweise als Verwaltungswirt oder Diplom-Verwaltungswirt, oder du entscheidest dich für eine Ausbildung als Tarifbeschäftigter im Angestelltenverhältnis, etwa als Verwaltungsfachangestellter, bei einer Sozialversicherung oder im Justizwesen.
Vor dem Start der Karriere im Öffentlichen Dienst musst du in der Regel erst einmal ein Auswahlverfahren bestehen.
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Für den Öffentlichen Dienst brauchst du einen passenden Schulabschluss für die gewünschte Laufbahn, ein erfolgreiches Auswahlverfahren und – bei Beamtenlaufbahnen – zusätzlich bestimmte gesetzliche Voraussetzungen.
Formale Voraussetzungen für Beamtinnen und Beamte sind in der Regel:
• deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-/EWR-Staates (bzw. eines gleichgestellten Staates)
• Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung (Verfassungstreue)
• die für die Laufbahn vorgeschriebene Vorbildung und Laufbahnprüfung
• gesundheitliche Eignung (amtsärztliche Untersuchung), einwandfreies Führungszeugnis, je nach Land Altersgrenzen
Für Tarifbeschäftigte nach TVöD/TV-L gilt das nicht in dieser Strenge: Hier zählen Abschluss, Qualifikation und Eignung; eine bestimmte Staatsangehörigkeit ist keine Bedingung. Treue- und Verschwiegenheitspflichten bestehen aber für alle Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.
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Beamtin oder Beamter wird man über einen gesetzlich festgelegten Weg: Bewerbung, Auswahlverfahren, Vorbereitungsdienst mit Laufbahnprüfung, Probezeit – und am Ende die Ernennung auf Lebenszeit.
So läuft es ab:
• Laufbahn wählen: einfacher, mittlerer, gehobener oder höherer Dienst – abhängig von deinem Bildungsabschluss.
• Auswahlverfahren bestehen: Ausgewählt wird nach Bestenauslese – meist über Einstellungstest, Vorstellungsgespräch oder Assessment Center und eine amtsärztliche Untersuchung.
• Vorbereitungsdienst: Als Anwärter bist du Beamter auf Widerruf – rund zwei Jahre im mittleren Dienst, drei Jahre duales Studium im gehobenen Dienst, Referendariat im höheren Dienst. Am Ende steht die Laufbahnprüfung.
• Probezeit: Danach folgt das regulär dreijährige Beamtenverhältnis auf Probe, in dem du dich bewähren musst.
• Ernennung auf Lebenszeit – unkündbar, mit Beihilfe und Pension.
Voraussetzungen
Die Voraussetzungen sind in der Regel: die deutsche oder eine EU-/EWR-Staatsangehörigkeit, Verfassungstreue, die vorgeschriebene Vorbildung sowie gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis.
Wichtig: Für die erstmalige Verbeamtung gelten Höchstaltersgrenzen, die je nach Dienstherr meist zwischen 40 und 52 Jahren liegen.
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Eine Laufbahn im Öffentlichen Dienst beschreibt den beruflichen Weg von Beamten innerhalb einer bestimmten Laufbahngruppe. Es gibt vier Laufbahngruppen: einfacher Dienst, mittlerer Dienst, gehobener Dienst und höherer Dienst. Welche Laufbahn für dich infrage kommt, hängt vor allem von deinem Schulabschluss und deiner Ausbildung bzw. deinem Studium ab.
Die Laufbahnnamen können sich je nach Bundesland unterscheiden: Bayern unterteilt in Qualifikationsebenen, Hamburg in Laufbahnabschnitte und Rheinland-Pfalz in Einstiegsämter. In Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gibt es zwei Laufbahngruppen mit je zwei Einstiegsämtern.
Alternative Laufbahnnamen:
• Einfacher Dienst: 1. Einstiegsamt/1. Einstiegsebene der Laufbahngruppe 1, 1. Qualifikationsebene, 1. Einstiegsamt
• Mittlerer Dienst: 2. Einstiegsamt/2. Einstiegsebene der Laufbahngruppe 1, Laufbahnabschnitt I, 2. Qualifikationsebene, 2. Einstiegsamt
• Gehobener Dienst: 1. Einstiegsamt/1. Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2, Laufbahnabschnitt II, 3. Qualifikationsebene, 3. Einstiegsamt
• Höherer Dienst: 2. Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2, Laufbahnabschnitt III, 4. Qualifikationsebene, 4. Einstiegsamt
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Wie lange das Auswahlverfahren im Öffentlichen Dienst dauert, hängt von der Behörde, der Stelle und der Zahl der Bewerber ab. Bei Ausbildungsplätzen und dualen Studiengängen kann sich das Verfahren über mehrere Wochen oder sogar einige Monate ziehen. Typische Schritte sind die Prüfung der Bewerbungsunterlagen, ein Einstellungstest, ein Vorstellungsgespräch oder weitere Auswahlstationen. Zwischen den einzelnen Schritten können längere Wartezeiten entstehen. Bei Beamtenlaufbahnen kommen teilweise noch eine ärztliche Untersuchung oder zusätzliche Nachweise hinzu. Deshalb solltest du dich frühzeitig bewerben und damit rechnen, dass eine endgültige Zu- oder Absage nicht sofort erfolgt.
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Ja, bei vielen Bewerbungen im Öffentlichen Dienst gehört ein Einstellungstest zum Auswahlverfahren. Besonders häufig kommt er bei Ausbildungsplätzen, dualen Studiengängen und Beamtenlaufbahnen zum Einsatz. Geprüft werden je nach Arbeitgeber zum Beispiel Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration, Allgemeinwissen oder berufsspezifische Kenntnisse. Teilweise finden die Tests online statt, teilweise direkt bei der Behörde. Zusätzlich können Vorstellungsgespräche, strukturierte Interviews oder andere Auswahlstationen folgen. Ob du einen Einstellungstest absolvieren musst, steht in der Regel in der Stellenausschreibung oder in der Einladung zum Auswahlverfahren.
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Der Einstellungstest für den Öffentlichen Dienst prüft vor allem Deutsch, Mathematik, logisches Denken, Konzentration und Allgemeinwissen – also die Grundfähigkeiten, die im Verwaltungsalltag täglich gebraucht werden.
Typische Testteile:
• Sprachbeherrschung: Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Diktat, Textverständnis, teils ein kurzer Aufsatz
• Allgemeinwissen und Politik: Grundgesetz, Staatsaufbau, Verwaltung, Europa, Wirtschaft, aktuelle Themen
• Mathematik: Prozent- und Dreisatzrechnen, Textaufgaben, Zahlenreihen, Kopfrechnen
• Logik und Intelligenz: Analogien, Wortreihen, Matrizen, räumliches Vorstellungsvermögen
• Konzentration und Sorgfalt: Zeichen- und Zahlenvergleiche, Fehler suchen, Datenlisten abgleichen (oft unter Zeitdruck)
• Persönlichkeitstest und Motivation: Fragen zu Arbeitsverhalten, Werten und Interesse am öffentlichen Dienst
Der Test findet heute häufig als Onlinetest am Computer statt und ist meist die erste Auswahlstufe; danach folgen Vorstellungsgespräch oder Assessment Center. Entscheidend ist weniger Fachwissen als Übung: Wer die Aufgabentypen und das Tempo kennt, schneidet deutlich besser ab.
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Wie schwer der Einstellungstest im Öffentlichen Dienst ist, hängt von der Behörde, dem Beruf und dem angestrebten Karriereweg ab. Für eine Ausbildung sind die Aufgaben meist anders aufgebaut als für ein duales Studium oder eine anspruchsvollere Beamtenlaufbahn. Häufig wird nicht nur Wissen geprüft, sondern auch, wie sicher du unter Zeitdruck mit Deutsch, Mathematik, Logik und Konzentrationsaufgaben umgehst. Viele Bewerber empfinden vor allem den Zeitdruck und die Vielzahl unterschiedlicher Aufgabentypen als Herausforderung. Mit gezielter Vorbereitung kannst du dich aber gut auf typische Testbereiche einstellen und deine Chancen deutlich verbessern.
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Wenn du beim Einstellungstest durchfällst, endet das Auswahlverfahren für diese Bewerbung in der Regel an dieser Stelle. Du erhältst dann normalerweise eine Absage für den betreffenden Ausbildungsplatz, Studienplatz oder die ausgeschriebene Stelle. Oft kannst du dich zu einem späteren Zeitpunkt erneut bewerben. Ob dabei eine Wartezeit gilt, hängt von der jeweiligen Behörde und dem Auswahlverfahren ab. Es kann sinnvoll sein, deine Schwächen gezielt auszuwerten und dich beim nächsten Versuch besonders auf diese Testbereiche vorzubereiten. Ein nicht bestandener Einstellungstest bedeutet daher nicht automatisch, dass dir der Öffentliche Dienst dauerhaft verschlossen bleibt.
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Im öffentlichen Dienst ist die Bezahlung nicht Verhandlungssache, sondern klar geregelt: Für Tarifbeschäftigte gelten die Entgeltgruppen des TVöD beziehungsweise TV-L, für Beamtinnen und Beamte die Besoldungsgruppen der A-Besoldung. Das macht dein Gehalt transparent und planbar – du kannst schon vor der Bewerbung nachlesen, was du verdienen wirst.
Während der Ausbildung
Auszubildende in Verwaltungs- und Handwerksberufen werden nach dem TVAöD vergütet, mit festen Sätzen pro Ausbildungsjahr, die jährlich steigen. Die Vergütung liegt damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn für Auszubildende und wird regelmäßig in Tarifrunden angehoben – aktuell über Festbeträge statt prozentual. In der Pflege sind die Sätze noch höher.
Wer statt einer Ausbildung einen Vorbereitungsdienst als Beamtenanwärter/in absolviert – etwa im mittleren oder gehobenen Dienst –, erhält keine Ausbildungsvergütung, sondern Anwärterbezüge. Die sind an die späteren Besoldungsgruppen gekoppelt und werden nicht wie ein Bruttolohn versteuert, weshalb netto oft mehr übrig bleibt, als die Zahl vermuten lässt.
Nach der Ausbildung
Als Tarifbeschäftigte/r steigst du in eine Entgeltgruppe ein, die sich an deiner Tätigkeit orientiert: Nach einer Verwaltungsausbildung ist das typischerweise der Bereich E5 bis E6, qualifizierte Sachbearbeitung liegt höher. Innerhalb jeder Entgeltgruppe gibt es sechs Erfahrungsstufen: Du rückst automatisch auf, je länger du dabei bist – ohne dass du darum bitten musst.
Als Beamtin oder Beamter richtet sich dein Gehalt nach der Laufbahngruppe: einfacher Dienst etwa A 2 bis A 5, mittlerer Dienst A 6 bis A 9, gehobener Dienst A 9 bis A 13, höherer Dienst ab A 13. Auch hier steigt das Grundgehalt über Erfahrungsstufen, dazu kommen je nach Situation Familienzuschlag und besondere Zulagen.
Was noch dazukommt
Das Gehalt ist nur ein Teil des Pakets. Üblich sind eine Jahressonderzahlung, vermögenswirksame Leistungen, eine betriebliche Zusatzversorgung (VBL) für Tarifbeschäftigte, 30 Urlaubstage sowie ein Lernmittelzuschuss und häufig eine Abschlussprämie für Auszubildende. Beamtinnen und Beamte erhalten stattdessen Beihilfe zu Krankheitskosten und eine Pension.
Wie sich die Beträge entwickeln
Konkrete Eurobeträge ändern sich mit jeder Tarif- und Besoldungsrunde. Verbindlich sind immer die aktuell gültigen Entgelt- und Besoldungstabellen – ein Blick in die Tabelle deines Arbeitgebers (Bund, Land oder Kommune) lohnt sich also vor jeder Bewerbung, denn Länder und Kommunen zahlen nicht überall gleich.
Öffentlicher Dienst Vorstellungsgespräch und Assessment Center Vorbereitung
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Auswahlverfahren Öffentlicher Dienst
Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Einstellungstest, Assessment Center – geeignet für Ausbildung, Duales Studium und Direkteinstieg
386 Seiten•ISBN 978-3-95624-093-5
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