Erfahrungen: Auswahlverfahren für Verwaltungsfachangestellte
Hier erzählt Leon von seiner Bewerbung zur Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten – und von seinem Auswahlverfahren in der Kommunalverwaltung.
Irgendwann musste ich eine Entscheidung treffen: Werde ich eine Ausbildung anfangen oder lieber ein Studium? Damals, in der Oberstufe, einige Monate vor den Abiturprüfungen, wusste ich nur, dass ich am liebsten in der Nähe meiner Familie und Freunde bleiben will. Allerdings gibt es in meiner ländlichen Region gar keine Universität, nur eine eher kleine Fachhochschule. Darum stand ein Studium schnell nicht mehr zur Debatte.
Aus diesem Grund habe ich nach Ausbildungsplätzen in meiner Region gesucht. Ich will einen sicheren Arbeitsplatz mit gutem Gehalt und geregelten Arbeitszeiten. Deshalb habe ich mich letztlich für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst entschieden.
Heute bin ich im zweiten Ausbildungsjahr meiner Berufsausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Kommunalverwaltung. Inzwischen arbeite ich im Rathaus. Dort kümmere ich mich um typische Verwaltungsaufgaben, beispielsweise prüfe ich Anträge von Bürgerinnen und Bürgern.
Bewerbung: Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten
Die Kommunalverwaltung – mein heutiger Arbeitgeber – hat damals drei Ausbildungsplätze für Verwaltungsfachangestellte ausgeschrieben. Die Stellenausschreibungen habe ich im Internet mithilfe meines Lieblingslehrers gefunden: Als ich mit ihm über meine Wünsche und Ziele nach dem Abitur gesprochen habe, hat er mir den öffentlichen Dienst empfohlen.
Und besagter Lehrer hat mir anschließend auch noch dabei geholfen, mich zu bewerben: Anschreiben, Lebenslauf und Scans meiner letzten zwei Schulzeugnisse habe ich zusammen in einer PDF-Datei per E-Mail an die Kommunalverwaltung geschickt. Knapp sechs Wochen später dann die schöne Überraschung: Die Personalabteilung der Stadt hat mich zum Auswahlverfahren eingeladen!
Auswahlverfahren für Verwaltungsfachangestellte
Zugegeben: Ich habe mich sehr über die Einladung zum Auswahlverfahren gefreut. Allerdings war ich auch ein bisschen nervös. „Schaffe ich das?“, habe ich mich selbst gefragt. Denn schon vier Wochen später sollte das Auswahlverfahren im Rathaus stattfinden. Es hat morgens um neun Uhr angefangen und bis zum frühen Nachmittag gedauert. Ich erinnere mich noch, dass ich mich gewundert habe, wie viele Bewerber daran teilgenommen haben – ich schätze rund 20 Kandidaten, also einige Konkurrenten.
Schriftlicher Einstellungstest
Am Vormittag des Auswahlverfahrens haben wir in der Gruppe einen schriftlichen Einstellungstest geschrieben. Taschenrechner waren nicht erlaubt. Das galt selbstverständlich auch für Smartphones und Smartwatches.
Vorstellungsgespräch
Am frühen Nachmittag ging es dann zum Vorstellungsgespräch. Das war eine besondere Situation: Ich saß alleine drei Mitarbeitern der Kommunalverwaltung gegenüber – da war ich wirklich aufgeregt.
Aber meine Ängste stellten sich als unbegründet heraus, meine heutigen Kollegen waren schon damals sehr freundlich. Wir haben über meine Schulzeit und Schulnoten gesprochen, über meine Interessen und Hobbies. Das Gespräch hat etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert.
Geschafft: Ich werde Verwaltungsfachangestellter
Nachdem ich am Tag des Auswahlverfahrens das Rathaus gegen 14 Uhr verlassen hatte, war mein Gefühl gut. Und meine Eindrücke haben sich bestätigt: Einige Wochen nach dem Auswahlverfahren habe ich die ersehnte Zusage zum Ausbildungsplatz bekommen. Nur kurze Zeit nach meinem Abitur konnte ich also direkt meine Berufsausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beginnen!
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