Deltaprüfung Mannheim: Erfahrungsbericht, Ablauf & Tipps
Wie läuft die Deltaprüfung an der Uni Mannheim ab? Erfahrungsbericht mit Ablauf, Aufgaben, Zeitdruck, Vorbereitung und persönlichen Tipps für den Test.
Vergangenen Mai habe ich an der Deltaprüfung der Universität Mannheim teilgenommen. Die wichtigsten Infos zum Prüfungstag hatte ich schon ein paar Wochen vorher erhalten: Nach meiner Anmeldung im März kam eine E-Mail, in der mir meine Identifikationsnummer, der Prüfungsraum und meine Sitzplatznummer mitgeteilt wurden.
Da ich auf keinen Fall riskieren wollte, am Prüfungstag zu spät zu kommen, bin ich schon am Vortag angereist. Am Prüfungstag war ich dann um 9 Uhr auf dem Campus. Ich musste auf dem ziemlich großen Gelände erst einmal den Hörsaal finden, in dem die Deltaprüfung stattfinden sollte. Mein Tipp: Plant ausreichend Zeit für die Suche nach dem Prüfungsraum ein und seid lieber ein bisschen früher vor Ort.
Als ich den Hörsaal schließlich gefunden hatte, musste ich am Eingang meinen Personalausweis und die Bestätigung über meine Zulassung zur Prüfung vorlegen. Mein Name wurde auf einer Liste abgehakt, danach durfte ich den Hörsaal betreten.
An der relativ kleinen Garderobe musste ich meine Tasche abgeben. Dort wurde auch noch mal darauf hingewiesen, dass Handys und Armbanduhren nicht mit an den Sitzplatz genommen werden dürfen.
Deltaprüfung an der Uni Mannheim: So läuft die Prüfung ab
Dann nahm ich meinen Platz ein. Pünktlich um 10 Uhr startete zunächst eine ausführliche Einweisung. Eine Besonderheit beim Ablauf: In den nächsten Aufgabenbereich darf erst dann weitergeblättert werden, wenn der Prüfungsleiter das ausdrücklich erlaubt. Es ist außerdem verboten, später zu einem bereits abgeschlossenen Bereich zurückzugehen.
Innerhalb des gerade bearbeiteten Aufgabenbereichs darf man aber zwischen den einzelnen Aufgaben wechseln. Notizen können direkt im Aufgabenheft gemacht werden – sie werden nicht bewertet. Auf dem Antwortbogen dürfen hingegen nur die entsprechenden Lösungen markiert werden.
Gegen 10 Uhr 30 war die Einführung beendet und die Testhefte sowie die Antwortbögen wurden verteilt.
Aufgabenteil 1: Matrizen
Der erste Aufgabenbereich bestand aus Matrizen. Insgesamt mussten 22 Aufgaben innerhalb von 30 Minuten bearbeitet werden. Dabei sieht man jeweils eine Anordnung verschiedener Bilder beziehungsweise Figuren und muss aus mehreren Antwortmöglichkeiten die passende Ergänzung auswählen.
Obwohl ich mich gerade auf diesen Bereich intensiv vorbereitet hatte, fand ich einige der Aufgaben doch ziemlich anspruchsvoll.
Aufgabenteil 2: Quantitatives Problemlösen
Nach den Matrizen folgte das quantitative Problemlösen. Für diesen Abschnitt standen insgesamt 45 Minuten zur Verfügung. Einen Taschenrechner darf man dabei nicht verwenden.
Das war für mich allerdings kein großes Problem, denn die eigentlichen Rechenoperationen fand ich nicht besonders schwierig. Anspruchsvoller war es meiner Meinung nach, aus der jeweiligen Aufgabenstellung erst einmal den richtigen Lösungs- beziehungsweise Rechenweg abzuleiten.
Aufgabenteil 3: Sprachgefühl
Danach ging es mit dem Bereich Sprachgefühl weiter. Hier werden ein oder zwei Sätze vorgegeben, in denen Wörter fehlen. Die Aufgabe besteht darin, die Lücken mit einem oder zwei passenden Wörtern sinnvoll zu ergänzen.
Bei diesen Aufgaben hat es mir geholfen, systematisch vorzugehen, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren und mich nicht zu lange an einer einzelnen Frage festzubeißen. Für die insgesamt 22 Aufgaben stehen nämlich lediglich 20 Minuten zur Verfügung. Ich empfand den Zeitdruck in diesem Teil als ziemlich hoch.
Aufgabenteil 4: Schlussfolgerungen
Als nächstes ging es um Schlussfolgerungen. Das Zeitlimit: 30 Minuten. Man bekommt Texte vorgelegt und muss anschließend beurteilen, ob sich bestimmte Aussagen daraus ableiten lassen oder nicht.
Besonders wichtig ist meiner Erfahrung nach, die Texte und Aussagen sehr aufmerksam zu lesen. Wenn ich mir bei einer Aufgabe nicht sicher war, habe ich alles lieber noch einmal genau durchgelesen, bevor ich mich für eine Antwort entschieden habe – und bin damit gut gefahren.
Aufgabenteil 5: Diagramme und Tabellen auswerten
Im letzten Teil der Deltaprüfung muss man Diagramme und Tabellen auswerten und entscheiden, ob bestimmte Aussagen anhand der jeweiligen Darstellung zutreffen oder daraus abgeleitet werden können.
Für diesen Bereich stand eine Stunde Bearbeitungszeit zur Verfügung. Persönlich fand ich das eher großzügig bemessen. Natürlich braucht man Zeit, um die Diagramme und Tabellen zu erfassen und die Aussagen sorgfältig zu überprüfen. Trotzdem hatte ich nach der Bearbeitung noch mehr als genug Zeit übrig.
Dieser Abschnitt eignet sich deshalb auch am ehesten für einen Toilettengang. Grundsätzlich darf man zwar während der gesamten Prüfung zur Toilette gehen, bei den anderen Aufgabenteilen wäre mir der dadurch entstehende Zeitverlust allerdings zu riskant gewesen.
Wer den Raum kurz verlassen möchte, muss seine Prüfungsunterlagen vorher bei der Aufsicht abgeben. Nach der Rückkehr bekommt man sie wieder ausgehändigt und kann mit der Bearbeitung fortfahren.
Das Ende der Deltaprüfung
Nach Ablauf der Bearbeitungszeit mussten alle ihre Testhefte schließen. Das Antwortblatt wurde anschließend zwischen die entsprechenden Seiten des Testhefts gelegt. Danach hieß es noch einmal warten: Sämtliche Unterlagen wurden eingesammelt und kontrolliert beziehungsweise nachgezählt.
Erst nachdem feststand, dass alle Prüfungsunterlagen vollständig vorhanden waren, durften wir den Hörsaal verlassen – und damit war die Deltaprüfung an der Universität Mannheim geschafft.
