Erfahrungen Deltaprüfung DHBW: Aufgaben, Ablauf und Tipps
Persönlicher Erfahrungsbericht zur Deltaprüfung an der DHBW Heilbronn: Welche Aufgaben schwierig waren, wie die Vorbereitung lief und was im Test wichtig ist.
Da ich mehr als drei Stunden Anfahrt nach Heilbronn hatte, bin ich schon am Vortag angereist. Das würde ich auch wieder so machen. Dadurch konnte ich am Abend vorher in Ruhe ankommen und musste mich am eigentlichen Prüfungstag nicht noch zusätzlich mit einer langen Fahrt, möglichen Verspätungen oder Parkplatzsuche beschäftigen.
Der Prüfungstag in Heilbronn
An meinem Prüfungstag wurden mehrere Testtermine angeboten. Neben meinem Termin gab es noch einen früheren sowie mehrere spätere Durchgänge.
Etwa 15 Minuten vor dem angesetzten Beginn trafen wir uns zunächst gemeinsam in einem Raum. Von dort aus wurden wir anschließend zu den eigentlichen Prüfungsräumen gebracht. Der Ablauf war insgesamt gut organisiert, sodass wir nicht lange herumstanden oder unnötig warten mussten.
Für die eigentliche Prüfung standen 67 Minuten zur Verfügung. Diese Zeit sollte man nicht überschätzen: Manche Aufgaben wirken zunächst relativ einfach, können aber schnell deutlich mehr Zeit kosten als gedacht.
Ich würde deshalb vermeiden, mich zu lange an einer einzelnen Aufgabe festzubeißen. Wenn ich gemerkt habe, dass ich bei einer Frage nicht weiterkomme, war es besser, erst einmal zur nächsten Aufgabe zu wechseln.
Deltaprüfung DHBW 1: Matrizen
Vom ersten Teil, den Matrizen, war ich erst einmal angenehm überrascht. Dabei musste man verschiedene Figuren und Veränderungen miteinander vergleichen und erkennen, nach welchem Prinzip das jeweilige Muster aufgebaut ist.
Wenn man Matrizen vor der Prüfung mehrfach trainiert hat und weiß, worauf man achten muss, ist dieser Bereich meiner Meinung nach gut machbar. Für mich gehörten die Matrizen deshalb eher zu den leichteren Teilen des Tests.
Deltaprüfung DHBW 2: Schätzaufgaben
Deutlich schwieriger fand ich dagegen die Schätzaufgaben. Damit hatte ich während der Prüfung die größten Probleme. Solche Aufgaben kannte ich zwar bereits aus der Vorbereitung, im echten Test kamen mir einige Varianten aber anspruchsvoller vor. Man musste teilweise sehr schnell eine Größenordnung einschätzen beziehungsweise erkennen, welches Ergebnis realistisch sein könnte.
Besonders unter Zeitdruck fand ich das schwierig. Hier hat mir das vorherige Üben zwar geholfen, trotzdem war dieser Bereich für mich deutlich fordernder als zum Beispiel die Matrizen.
Deltaprüfung DHBW 3: Persönlichkeitstest
Im Persönlichkeitstest bekommt man verschiedene Aussagen vorgelegt und muss einschätzen, inwieweit diese auf einen selbst zutreffen. Mein Tipp wäre, hier nicht zu lange darüber nachzudenken, welche Antwort vermeintlich gut wirkt oder was möglicherweise erwartet wird. Ich habe versucht, möglichst spontan und ehrlich zu antworten. Dadurch war ich mit diesem Abschnitt nach ungefähr zehn Minuten fertig.
Wer jede Aussage mehrfach hinterfragt, verliert meiner Meinung nach eher unnötig Zeit. Im Persönlichkeitstest geht es schließlich darum, die eigene Einschätzung wiederzugeben und nicht darum, eine bestimmte „richtige“ Antwort zu erraten.
Deltaprüfung DHBW 4: Sprachgebrauch
Beim Sprachgebrauch kamen Aufgaben vor, bei denen passende Begriffe beziehungsweise Wortbedeutungen ausgewählt werden mussten. Außerdem gab es Sätze mit zwei Lücken, für die man die richtigen Wörter finden musste. Diesen Aufgabentyp fand ich gut lösbar.
Interessant war allerdings, dass sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben während der Prüfung an die eigenen Antworten anpassen konnte. Wenn man mehrere Aufgaben richtig beantwortete, wurden die folgenden Fragen anspruchsvoller.
Davon sollte man sich nicht verunsichern lassen. Wenn die Aufgaben im Verlauf plötzlich schwieriger werden, bedeutet das also nicht automatisch, dass man vorher schlecht gearbeitet hat. Es kann vielmehr daran liegen, dass das Testsystem den Schwierigkeitsgrad anpasst.
Deltaprüfung DHBW 5: Kopfrechnen und Rechenzeichen einsetzen
Zu den anspruchsvolleren Teilen gehörten für mich auch die Aufgaben, bei denen Rechenzeichen eingesetzt werden mussten. Dabei waren Zahlen und Lücken vorgegeben, und man musste beispielsweise Plus, Minus, Mal oder Geteilt so einsetzen, dass eine korrekte Rechnung daraus wurde.
Teilweise waren die Zahlen ziemlich groß und es gab mehrere freie Stellen. Bei manchen Aufgaben mussten sogar bis zu fünf Rechenzeichen ergänzt werden. So war es schwierig, direkt zu erkennen, welche Kombination funktioniert. Ich fand diesen Bereich teilweise ziemlich frustrierend, weil man schnell mehrere Möglichkeiten ausprobieren und dabei gleichzeitig die Zeit im Blick behalten musste.
Vorbereitung auf die Deltaprüfung an der DHBW
Für die Vorbereitung habe ich überwiegend den eTrainer von Ausbildungspark genutzt. Die darin enthaltenen Aufgaben sind denen in der tatsächlichen Deltaprüfung ziemlich ähnlich.
Der Schwierigkeitsgrad war nicht in jedem Bereich exakt derselbe, aber man lernt die verschiedenen Aufgabenformate gut kennen. Das ist besonders wichtig, weil während der Prüfung keine Zeit ist, um sich erst einmal in eine völlig unbekannte Aufgabenart hineinzudenken.
Ich würde deshalb empfehlen, die einzelnen Bereiche nicht nur einmal durchzugehen. Sinnvoller ist es, sie mehrfach zu trainieren und dabei auch zunehmend auf die Zeit zu achten. Die Kombination aus ungewohnten Aufgaben und Zeitdruck kann sonst schnell zum Problem werden.
Mein Fazit zur DHBW Deltaprüfung
Insgesamt würde ich sagen, dass die Deltaprüfung an der DHBW Heilbronn gut zu schaffen ist, wenn man vorbereitet hineingeht. Unterschätzen sollte man sie aber nicht. Nicht jede einzelne Aufgabe ist wahnsinnig schwer. Herausfordernd ist vielmehr die Mischung aus sehr unterschiedlichen Aufgabentypen, einem teilweise ansteigenden Schwierigkeitsgrad und der begrenzten Bearbeitungszeit.
