Deltaprüfung: Ergebnis, Bewertung und Bestehensgrenze
Du hast die Deltaprüfung hinter dir und wartest gespannt auf dein Ergebnis? Dann möchtest du sicher wissen, wann du dein Prüfungszeugnis bekommst, wie deine Leistung bewertet wird und ob sie für dein Wunschstudium ausreicht. Bei der Universität Mannheim und der DHBW gibt es dabei wichtige Unterschiede. Wir erklären dir, wie du dein Testergebnis einordnest und was danach passiert.
Wann kommen die Ergebnisse der Deltaprüfung?
An der Universität Mannheim werden die Prüfungsleistungen nach dem Test ausgewertet und die Zeugnisse erstellt. Die Bekanntgabe erfolgt normalerweise Anfang Juli, also mehrere Wochen nach dem üblichen Prüfungstermin im Frühjahr. Damit liegen die Ergebnisse in der Regel noch vor vielen Bewerbungsschlüssen zum Wintersemester vor. Den genauen Versandtermin gibt die Universität für jedes Prüfungsjahr bekannt.
An der DHBW geht es schneller: Da der allgemeine Studierfähigkeitstest computergestützt ausgewertet wird, erhältst du deine Ergebnisunterlagen normalerweise unmittelbar nach der Prüfung, häufig etwa 10 bis 20 Minuten nach dem Ende. Du kannst dir die Dokumente alternativ per Post zusenden lassen.
Wie wird die Deltaprüfung an der Uni Mannheim bewertet?
In Mannheim bearbeitest du fünf verschiedene Aufgabengruppen. Geprüft werden dein logisches Denken, deine sprachlichen Fähigkeiten, das mathematische Problemlösen und die Auswertung von Informationen.
Nach den veröffentlichten Prüfungsregeln ist die Deltaprüfung bestanden, wenn mindestens 50 Prozent der gestellten Aufgaben richtig beantwortet sind. Auf dem Prüfungszeugnis wird die Leistung auch durch eine Note dokumentiert.
Die Prüfung eröffnet dir bei erfolgreichem Abschluss zusätzliche Studienmöglichkeiten. Sie garantiert jedoch noch keinen Studienplatz. Bei zulassungsbeschränkten Bachelorstudiengängen können weitere Auswahlkriterien hinzukommen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Bestehensgrenze hinzuarbeiten.
Wie viele Punkte braucht man bei der DHBW-Deltaprüfung?
Der allgemeine Studierfähigkeitstest der DHBW wird nach einer Skala mit maximal 1.000 Punkten bewertet. Zum Bestehen benötigst du mindestens 700 Punkte. Genau 700 Punkte reichen somit aus; mit einem niedrigeren Ergebnis ist der Test nicht bestanden.
Die Punkteskala ist nicht gleichbedeutend mit dem Prozentsatz korrekt gelöster Aufgaben. Aus 700 Punkten darfst du also nicht unmittelbar ableiten, dass du genau 70 Prozent der Fragen richtig beantwortet hast.
Der Test umfasst einen kognitiven Bereich und einen Persönlichkeitsteil. Im kognitiven Bereich werden unter anderem logisches Denken, Sprachverständnis und Zahlenverständnis geprüft. Im Persönlichkeitsteil geht es um persönliche Eigenschaften und Verhaltensweisen.
Was steht auf dem Ergebnisbescheid der DHBW?
Nach dem Test erhältst du zwei unterschiedliche Nachweise. Der eigentliche Ergebnisbescheid enthält unter anderem das Prüfungsdatum, deine Punktzahl sowie die Angabe, ob du bestanden hast. Diesen Nachweis brauchst du später für die Immatrikulation an deinem DHBW-Standort.
Hinzu kommt eine Bescheinigung für deinen Dualen Partner. Sie bestätigt ebenfalls, ob du bestanden hast, enthält jedoch nicht deine genaue Punktzahl. Dein Praxispartner kann somit das erfolgreiche Bestehen nachvollziehen, ohne den detaillierten Wert zu erfahren.
Bewahre die Unterlagen sorgfältig auf. Für die Einschreibung kann eine amtlich beglaubigte Kopie notwendig sein. Die Ausstellung einer gebührenpflichtigen Zweitschrift kann zusätzliche Zeit beanspruchen.
Welche Rolle spielt das Ergebnis der Deltaprüfung bei der Bewerbung?
Mit bestandener Deltaprüfung kannst du dich in Verbindung mit deiner Fachhochschulreife beziehungsweise fachgebundenen Hochschulreife für zusätzliche Bachelorstudiengänge bewerben. Ob du tatsächlich zugelassen wirst, bestimmen die Auswahlregeln deiner Wunschhochschule.
Die Hochschulen können die Deltaprüfung unterschiedlich berücksichtigen. An der Universität Mannheim fließen beispielsweise die schulische Abschlussnote zu 70 Prozent und das Deltaprüfung-Ergebnis zu 30 Prozent in eine gewichtete Durchschnittsnote ein. Andere Hochschulen können andere Verfahren nutzen.
Bei der DHBW musst du neben dem allgemeinen Studierfähigkeitstest auch das Auswahlverfahren eines Dualen Partners erfolgreich durchlaufen und einen Studienvertrag erhalten. Das bestandene Testergebnis allein genügt nicht zur Einschreibung.
Deltaprüfung nicht bestanden: Was passiert jetzt?
Ein nicht bestandenes Ergebnis muss nicht das Ende deiner Studienpläne bedeuten. Sowohl Mannheim als auch die DHBW bieten Wiederholungsmöglichkeiten an. Die Regelungen unterscheiden sich jedoch.
In Mannheim darfst du die Deltaprüfung nach einem Nichtbestehen in einem späteren Prüfungsjahr erneut ablegen. Eine feste maximale Wiederholungszahl ist nach den veröffentlichten FAQ nicht vorgesehen. Wenn du den Test bereits bestanden hast, ist eine erneute Teilnahme nur zur Notenverbesserung dagegen nicht möglich.
An der DHBW sind insgesamt drei Prüfungsversuche vorgesehen. Falls du den ersten oder zweiten Versuch nicht bestehst, kannst du einen Wiederholungstermin beim Testzentrum vereinbaren. Dafür musst du einen neuen gebührenpflichtigen Antrag stellen.
Nutze dein erstes Ergebnis als Ausgangspunkt für eine gezieltere Vorbereitung. Überlege, ob vor allem bestimmte Aufgabenformate oder der Zeitdruck deine Probleme verursacht haben.
Was kommt nach dem bestandenen Test?
Hast du die Mannheimer Deltaprüfung bestanden, bewirbst du dich über das jeweilige Verfahren deiner Wunschhochschule. In der Regel benötigst du sowohl dein schulisches Abschlusszeugnis als auch das Prüfungszeugnis. Informiere dich früh über die Bewerbungsfristen, die bei vielen Bachelorstudiengängen zum Wintersemester im Sommer liegen.
An der DHBW führt dein Weg über einen passenden Dualen Partner und einen Studienvertrag. Zusätzlich musst du die geforderte Hochschulzugangsberechtigung und alle Einschreibungsunterlagen rechtzeitig nachweisen.
