TMSnat: Die Hochschulen
Wo zählt der Test und wie viel bringt er?
Mit dem TMSnat gibt es ab 2027 nur noch einen einzigen Medizinertest in Deutschland. Das macht die Sache einfacher, denn du musst dich nicht mehr zwischen TMS und HAM-Nat entscheiden. Wie stark das Ergebnis zählt, ist aber von Uni zu Uni sehr unterschiedlich. Hier bekommst du den Überblick.
TMSnat Hochschulen: Das Wichtigste in Kürze
- Der TMSnat kann von allen staatlichen Medizin-Standorten in Deutschland berücksichtigt werden.
- Er gilt für Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin.
- Jede Hochschule legt selbst fest, in welcher Quote und mit welchem Gewicht der Test zählt.
- In der Humanmedizin ist ein Studieneignungstest im Auswahlverfahren der Hochschulen verpflichtend vorgesehen.
- Für alte TMS- und HAM-Nat-Ergebnisse gibt es je nach Uni unterschiedliche Übergangsregeln.
Diese Hochschulen planen den TMSnat ein
Laut einer Übersicht auf Grundlage der offiziellen Hochschulliste (Stand Oktober 2026) planen folgende Standorte den TMSnat ab dem Wintersemester 2027/28 ein:
- Humanmedizin: Aachen, Augsburg, Berlin (Charité), Bielefeld, Bochum, Bonn, Cottbus, Dresden (mit Campus Chemnitz), Duisburg-Essen, Düsseldorf, Erlangen-Nürnberg (mit Campus Bayreuth), Frankfurt, Freiburg, Gießen, Göttingen, Greifswald, Halle, Hamburg, Hannover (MHH), Heidelberg (mit Mannheim), Jena, Kiel, Köln, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mainz (mit Campus Trier), Marburg, München (LMU und TUM), Münster, Oldenburg, Regensburg (mit Campus Niederbayern), Rostock, Saarland, Tübingen, Ulm und Würzburg.
- Zahnmedizin: unter anderem Aachen, Berlin, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Erlangen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Köln, Leipzig, München, Münster, Tübingen und Würzburg.
- Tiermedizin: FU Berlin, Gießen, Hannover (TiHo), Leipzig und LMU München.
In welchen Quoten zählt der TMSnat?
Die Medizinstudienplätze werden über drei Hauptquoten vergeben. In der Abiturbestenquote (30 %) spielt der TMSnat keine Rolle, in den beiden anderen Quoten fließt er mit ein:
- Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ, 10 %): Hier zählt die Abinote überhaupt nicht. An einigen Unis entscheidet der TMSnat allein, an anderen kommen ggf. Punkte für eine abgeschlossene Ausbildung oder einen Freiwilligendienst hinzu.
- Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH, 60 %): Hier werden Abinote, Testergebnis und weitere Kriterien kombiniert. Viele Unis teilen diese Quote in mehrere Unterquoten mit unterschiedlicher Gewichtung auf.
Die konkreten Gewichtungen für den TMSnat beschließen die Hochschulen erst nach und nach. Die bisherigen TMS-Regeln zeigen aber große Unterschiede. Verbindlich sind immer die aktuellen Auswahlsatzungen der Hochschulen, die du bei hochschulstart.de und auf den Seiten der Fakultäten findest.
Übergangsregeln für TMS und HAM-Nat
Bis einschließlich Sommersemester 2027 gelten die bisherigen Regeln. Ab dem Wintersemester 2027/28 legt jede Uni selbst fest, ob und wie lange sie alte Ergebnisse noch akzeptiert. Einige Beispiele:
- Charité Berlin: Ab dem Wintersemester 2027/28 zählt ausschließlich der TMSnat.
- RWTH Aachen: TMS-Ergebnisse werden zwei Jahre lang dem TMSnat gleichgestellt.
- Hamburg: Im ersten Jahr werden 80 Prozent der AdH-Plätze mit dem TMSnat und 20 Prozent mit dem HAM-Nat vergeben.
- Heidelberg: TMS-Ergebnisse sollen voraussichtlich über das Wintersemester 2028/29 hinaus berücksichtigt werden.
Viele dieser Regeln sind noch Planungen. Prüfe deshalb vor der Bewerbung die aktuelle Satzung deiner Wunsch-Uni.
Tipps für deine Standortwahl
- Vergleiche die Gewichtungen: Liegt deine Stärke im Test, setze Unis mit hoher TMSnat-Gewichtung nach vorn.
- Nutze Zusatzpunkte: Ausbildung oder Dienst können an manchen Unis den Unterschied machen.
- Halte dich auf dem Laufenden: Gerade in der Übergangsphase ändern sich die Regeln häufig.
