Deine Vorbereitung auf den TMSnat
Lernplan & Tipps für den Test
Der TMSnat ist neu, aber du musst nicht bei null anfangen. Ein Großteil der Aufgaben stammt aus dem bewährten TMS und dem HAM-Nat. Für die Vorbereitung bedeutet das: Du kannst auf erprobte Strategien zurückgreifen. Neu ist vor allem, dass naturwissenschaftliches Wissen eine große Rolle spielt.
TMSnat Vorbereitung: Das Wichtigste in Kürze
- Plane drei bis sechs Monate Vorbereitung ein. Für die Naturwissenschaften brauchst du mehr Vorlauf als beim alten TMS.
- Der Block „Naturwissenschaftliche Kenntnisse“ ist mit 40 Aufgaben der größte Einzelteil.
- Lerne regelmäßig in festen Einheiten, statt kurz vorher alles reinzupauken.
- Mache mehrere komplette Simulationen über fast fünf Stunden.
- Trainiere Kopfrechnen, denn ein Taschenrechner ist voraussichtlich nicht erlaubt.
Wann solltest du anfangen?
Für den ersten TMSnat am 8. und 9. Mai 2027 bedeutet das: Wer im Herbst oder Winter startet, ist gut im Rennen. Beim alten TMS reichten vielen zwei bis drei Monate. Durch den neuen Wissensteil in Biologie, Chemie und Physik solltest du aber mehr Zeit einplanen, vor allem wenn du einzelne Fächer in der Oberstufe abgewählt hast. Wer gerade Abi macht, sollte die Abivorbereitung und den TMSnat gut miteinander verzahnen.
Dein Lernplan in vier Phasen
Phase 1: Standort bestimmen (1 bis 2 Wochen)
Mache einen ersten Probetest oder zumindest Übungsaufgaben zu allen Aufgabengruppen. So erkennst du deine Stärken und Schwächen. Schreib dir auf, wo du am meisten Zeit verlierst.
Phase 2: Naturwissenschaften aufbauen (6 bis 10 Wochen)
Arbeite den Oberstufenstoff in Biologie, Chemie und Physik systematisch durch. Parallel lernst du die typischen Aufgabentypen der übrigen Untertests kennen. Hier lohnt es sich, eine feste Wochenstruktur festzulegen, etwa drei Tage Naturwissenschaften und zwei Tage Aufgabentraining.
Phase 3: Tempo und Strategie (4 bis 6 Wochen)
Jetzt trainierst du jede Aufgabengruppe mit dem echten Zeitlimit. Analysiere deine Fehler genau: War es ein Verständnisproblem, ein Rechenfehler oder Zeitdruck?
Phase 4: Ernstfall simulieren (3 bis 4 Wochen)
Mache regelmäßig komplette Simulationen unter Testbedingungen, also knapp fünf Stunden mit einer einstündigen Pause. Viele Teilnehmende des alten TMS berichten, dass sie ohne Simulation in der zweiten Testhälfte die Konzentration verloren haben.
Tipps für die einzelnen Aufgabengruppen
- Naturwissenschaftliche Kenntnisse: Lerne mit Karteikarten oder Lern-Apps und wiederhole regelmäßig. Konzentriere dich auf Grundlagen wie Zellbiologie, Genetik, Stoffwechsel, chemische Reaktionen und Mechanik.
- Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis und Textverständnis: Lies zuerst die Fragen, dann gezielt den Text. Übe regelmäßig mit wissenschaftlichen Texten.
- Quantitative und formale Probleme: Wiederhole Prozent-, Verhältnis- und Gleichungsrechnung. Übe in kleinen Blöcken mit genauer Fehleranalyse.
- Fakten lernen: Nutze Merktechniken. Verknüpfe zum Beispiel die Personen mit Menschen aus deinem Umfeld oder mit Bildern im Kopf.
- Diagramme und Tabellen: Mache dich mit verschiedenen Diagrammtypen vertraut, auch mit Boxplots und Überlebenskurven. Führe eine Liste deiner typischen Interpretationsfehler.
- Arithmetisches Problemlösen: Trainiere täglich ein paar Minuten Kopfrechnen, Dreisatz, Einheiten und Potenzen.
Strategien gegen Zeitdruck
- Zeitbudget pro Aufgabe: Wenn du nach etwa zwei Minuten nicht weiterkommst, markiere die Aufgabe und Mache weiter.
- Leichte Aufgaben zuerst: Komm am Ende zu den schwierigen zurück, wenn noch Zeit bleibt.
- Keine Aufgabe leer lassen: Beim bisherigen TMS gab es für falsche Antworten keinen Punktabzug. Wenn die Zeit knapp wird, setz lieber ein begründetes Kreuz.
- Abschnitt für Abschnitt denken: Ein schlechter Untertest ist kein Grund zur Panik. Jede Aufgabengruppe ist ein Neustart.
Was dir am Testtag hilft
Plane die Anreise großzügig, denn die Registrierung läuft nur von 8:30 bis 9:50 Uhr. Iss ordentlich, nimm Wasser und Snacks für die Mittagspause mit und geh am Abend vorher früh schlafen. Fünf Stunden konzentriertes Arbeiten sind enorm anstrengend.
