„Was ich für den TMSnat mitnehme“ – Erfahrungen zum TMS 2026
Marie hat den TMS im Mai 2026 geschrieben und tritt 2027 beim TMSnat an. Sie erzählt vom Testtag, ihren Fehlern und was sie für den neuen Test ändert.
Hi, ich bin Marie, 19, und habe im Mai 2026 den TMS geschrieben, also noch die alte Version. Mein Abi habe ich mit 1,7 gemacht. Klingt gut, reicht für Medizin aber leider nicht. Mein Ergebnis im TMS war ein Prozentrang von 78. Für meine Wunsch-Unis hat das nicht ganz gereicht. Im Mai 2027 trete ich deshalb beim ersten TMSnat an. Hier erzähle ich, wie mein erster Test lief und was ich daraus gelernt habe.
Der Testtag im Mai
Ich habe den Test an einem Samstag in einer Messehalle geschrieben. Morgens um halb neun war die Schlange am Einlass schon lang. Ausweis vorzeigen, Einladung zeigen, Platz suchen. Der Saal war riesig, mehrere hundert Tische mit Nummern, vorne die Testleitung mit Mikrofon. Bevor es losging, wurden die Regeln vorgelesen. Bei jedem Untertest gilt ein festes Zeitfenster. Man darf weder vor- noch zurückblättern.
Was gut lief und was nicht
Am Vormittag lief es eigentlich ganz okay. Bei „Quantitative und formale Probleme“, also den Matheaufgaben im Textformat, hatte ich zwar Zeitdruck, kam aber durch. Das medizinisch-naturwissenschaftliche Grundverständnis lag mir sogar richtig gut. Ich lese einfach gern, und wenn man die Fragen zuerst liest und dann gezielt im Text sucht, spart man viel Zeit.
Der Einbruch kam am Nachmittag. Ich hatte vorher nur eine einzige Komplettsimulation gemacht und völlig unterschätzt, wie lang so ein Testtag ist. Nach der Mittagspause war mein Kopf wie leer. Beim Fakten lernen habe ich mir in der Einprägephase zwar viel gemerkt, aber bis zur Abfrage war die Hälfte wieder weg. Und bei Diagramme und Tabellen habe ich mehrere Aufgaben falsch gelöst, weil ich die Achsenbeschriftung nicht richtig gelesen habe. So ein dummer Fehler, der mich wahrscheinlich einige Prozentränge gekostet hat.
Was beim TMSnat anders wird
Als ich gelesen habe, dass der TMS durch den TMSnat ersetzt wird, war ich erst mal genervt. Noch mal alles neu? Bei genauerem Hinsehen ist es aber gar nicht so schlimm. Vier der Aufgabengruppen kenne ich schon: Quantitative und formale Probleme, Textverständnis, Fakten lernen und Diagramme und Tabellen. Das medizinisch-naturwissenschaftliche Grundverständnis bleibt auch. Dafür fallen Muster zuordnen, Schlauchfiguren und Figuren lernen weg. Ehrlich gesagt bin ich darüber nicht traurig, denn bei den Schlauchfiguren war ich nie besonders gut.
Neu für mich sind die naturwissenschaftlichen Kenntnisse mit 40 Aufgaben in einer Stunde. Ich hatte Bio als Leistungskurs, aber Physik habe ich nach der zehnten Klasse abgewählt. Da muss ich jetzt einiges nachholen. Dazu kommt das arithmetische Problemlösen, wo man ohne Taschenrechner rechnen muss. Kopfrechnen war noch nie meine Stärke, also trainiere ich das jetzt jeden Tag ein paar Minuten.
Mein neuer Plan
Diesmal mache ich vieles anders. Ich lerne seit September, jeden Wochentag etwa eine Stunde, am Wochenende etwas mehr. Montags und donnerstags ist Physik dran, mittwochs Chemie, dienstags und freitags trainiere ich die anderen Aufgabengruppen. Ab Februar will ich jedes zweite Wochenende eine Komplettsimulation machen. Fünf Stunden plus Mittagspause, genauso wie am echten Testtag.
Für Diagramme und Tabellen habe ich mir eine Liste mit meinen typischen Fehlern angelegt. Bevor ich eine Aufgabe löse, schaue ich mir bewusst erst die Achsen und Einheiten an. Klingt banal, hilft aber enorm. Und fürs Fakten lernen verknüpfe ich die Personen jetzt mit Leuten aus meinem Umfeld. Die 45-jährige Lehrerin mit Migräne wird bei mir zum Beispiel zu meiner alten Klassenlehrerin.
Die Wartezeit aufs Ergebnis
Nach dem Test war ich ehrlich gesagt ziemlich fertig. Ich bin nach Hause gefahren, habe mich aufs Sofa gelegt und den ganzen Abend nichts mehr gemacht. Die Wochen bis zum Ergebnis waren zäh. Als dann Prozentrang 78 kam, war ich hin- und hergerissen. Einerseits ein gutes Ergebnis, andererseits wusste ich sofort, dass es für meine Wunsch-Unis knapp wird.
Wenn du schon TMS-Erfahrung hast: Nutze sie. Ein großer Teil der Aufgaben bleibt gleich, und du weißt schon, wie sich so ein Testtag anfühlt. Wenn du neu bist: Unterschätze die Länge nicht. Die Konzentration über fünf Stunden zu halten, ist mindestens genauso wichtig wie das eigentliche Wissen. Ich bin gespannt, wie es im Mai läuft. Daumen drücken!
