Bewerbung im öffentlichen Dienst (Verwaltungsfachangestellte):
Das Anschreiben

Formuliere ein überzeugendes Anschreiben für deine Bewerbung als Verwaltungsfachangestellter im öffentlichen Dienst.

Egal, ob du dich um eine Angestellten-Ausbildung (etwa als Verwaltungsfachangestellter) oder um eine Beamten-Laufbahn (zum Beispiel als Verwaltungswirt) bewirbst: Die Ämter und Behörden erwarten von dir ein Bewerbungsschreiben. Es sollte nicht länger als eine Seite und individuell formuliert sein.

Mit der Bewerbung Interesse wecken

Das Ziel deines Anschreibens ist, das Interesse der Personalverantwortlichen zu wecken. Mit deinem Text machst du klar, warum du der oder die Richtige bist für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst. Wie du das schaffst? Dafür gibt es ein einfaches Erfolgsrezept: Schreibe präzise, fasse dich kurz und verzichte auf nichtssagende Floskeln. „Hiermit bewerbe ich mich um …“ – das mag nun wirklich niemand mehr lesen.

Viele Bewerber verstehen das Anschreiben als ausformulierte Wiederholung des Lebenslaufs. Ein verbreiteter Irrtum. Statt nüchtern die einzelnen Stationen deiner Biografie aufzuzählen, bringst du besser auf den Punkt, warum du zur ausgeschriebenen Stelle passt. Halte dich an die Leitfragen: Wer bist du? Was kannst du? Und was interessiert dich an der Ausbildung im öffentlichen Dienst?

Keine Chance: Flunkern im Anschreiben

Grundsätzlich gilt: Was du in dein Anschreiben und in deinen Lebenslauf schreibst, musst du auch belegen können. Für Schulabschlüsse und Seminare brauchst du entsprechende Nachweise, und von deinen persönlichen Qualitäten werden sich die Personaler im Vorstellungsgespräch überzeugen wollen.

Die beste Wirkung erzielst du mit einem ehrlichen, authentischen Anschreiben, das deine Motivation mit den Anforderungen des Arbeitgebers verknüpft. Du hast dich mit der Arbeit als Verwaltungsfachangestellter (Verwaltungswirt, Justizfachwirt …) auseinandergesetzt, möchtest unbedingt die Ausbildung starten und bringst auch noch die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten mit – das sollte dein Text transportieren.

Flüchtigkeitsfehler und Schreibblockaden

Angst vor dem weißen Blatt Papier? Das geht vielen so. Nimm dir für dein Anschreiben ruhig einige Tage Zeit. Denke in Ruhe nach über die Inhalte, die Sprache und die richtige Tonlage. Möglicherweise hilft es dir auch, zunächst mehrere Versionen zu schreiben. Anschließend kannst du die besten Passagen in einem finalen Anschreiben bündeln. Mit ein oder zwei Tagen Abstand liest sich jeder Text sowieso noch einmal völlig anders.

Ein guter Tipp ist es, sich das Anschreiben nach ein paar Tagen Schreibpause selbst laut vorzulesen. Wo stockt der Lesefluss? Welche komplizierten Formulierungen oder Schachtelsätze erschweren das Verständnis? An diesen Stellen musst du nachbessern. Und bitte vor dem Absenden unbedingt jemanden darum, dein Anschreiben gegenzulesen. Mögliche Fehler kannst du dann noch rechtzeitig korrigieren.

Beispiel-Anschreiben öffentlicher Dienst (Verwaltungsfachangestellte)

Ein Musterbeispiel für ein formal korrektes, sauber gegliedertes und inhaltlich stimmiges Anschreiben:

PDF-DownloadBeispiel-Anschreiben für angehende Verwaltungsfachangestellte als PDF



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