Erfahrungen: Einstellungstest für Sozialversicherungs­fachangestellte

Vom Studienabbrecher zum Sozialversicherungsfachangestellten: Diesen Weg ist Tobias* gegangen. Hier erzählt er von seiner Bewerbung und seinem Einstellungstest.

Ich habe großes Glück gehabt: Mein Berufseinstieg in den öffentlichen Dienst war alles andere als geradlinig. Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes machen – am liebsten irgendetwas mit Medien, vielleicht in einer Agentur oder einer Redaktion. Darum habe ich einige Semester lang Medienmanagement studiert. Jedoch klappte das irgendwann einfach nicht mehr, ich war nicht motiviert, schwänzte Seminare und Vorlesungen. Letztlich habe ich das Studium abgebrochen.

Damals war ich Mitte 20, mit Abitur, aber ohne Berufsausbildung und Studienabschluss. Ich war ratlos. Eher zufällig entdeckte ich in den Wochen vor der Exmatrikulation eine Stellenausschreibung der Deutschen Rentenversicherung: „Wir geben auch Studienabbrechern eine Chance“, hieß es. Ich war baff. Studienabbrecher – einerseits klang das völlig fremd, andererseits wusste ich sofort, dass ich gemeint bin.

Die Entscheidung: Sozialversicherungsfachangestellter werden

Ehrlich gesagt hatte ich damals gar keine Lust auf eine Berufsausbildung, erst recht nicht auf diesen Job. Warum? Na ja, da hatte ich jede Menge Vorurteile: Ich dachte, dass man in einer Sozialversicherung nur Anträge bearbeitet – und ablehnt. Heute weiß ich: Das ist Quatsch! Die Aufgaben sind schon wesentlich abwechslungsreicher. Dabei steht der Versicherte im Mittelpunkt und wie wir ihm helfen können. Das finde ich toll.

Bewerbung bei der Rentenversicherung

Etwas widerwillig und auch auf Drängen meiner Eltern habe ich mich schließlich bei der Deutschen Rentenversicherung um eine Ausbildung beworben. Die Bewerbung habe ich auf deren Website hochgeladen: Anschreiben, Lebenslauf und Abiturzeugnis – das war's. Prompt habe ich eine Einladung zum Auswahlverfahren erhalten.

Einstellungstest für Sozialversicherungsfachangestellte

Das Auswahlverfahren dauerte einen halben Tag. Los ging es am Morgen mit einem schriftlichen Einstellungstest, einer 60-minütigen Multiple-Choice-Prüfung. Zu bearbeiten waren Aufgaben zu Deutsch und Englisch (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik), zu den Grundrechenarten und zum Allgemeinwissen. Unter uns: Der Test war machbar. Am späten Vormittag habe ich mich dann in einem Vorstellungsgespräch präsentiert.

Das Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch wurde ich natürlich nach meinem Studienabbruch gefragt – das hatte ich erwartet und mir vorher einige gute Antworten überlegt. Das kam ganz gut an, und schon bald drehte sich das Gespräch in Richtung Schulzeit und Abitur. Auch über mein Engagement im Sportverein und meine Interessen konnte ich einiges erzählen. Und offensichtlich hat mein ehrliches Auftreten die Personaler überzeugt: Schließlich habe ich die Ausbildungszusage erhalten.

Alles in allem bin ich froh, dass ich mich für die Berufsausbildung bei der Rentenversicherung entschieden habe. Die Arbeit als Sozialversicherungsfachangestellter gefällt mir. Ich bereue diese Entscheidung überhaupt nicht!

* Name von der Redaktion geändert



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