Über den Öffentlichen Dienst
Zahlen, Daten, Fakten
Aufbau und Organisation
Was ist der öffentliche Dienst?
Der öffentliche Dienst umfasst alle Tätigkeiten bei staatlichen und kommunalen Arbeitgebern. Dazu gehören zum Beispiel Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen sowie viele öffentliche Einrichtungen. Du kannst dort sowohl als Beamter als auch als Tarifbeschäftigter arbeiten. Typische Bereiche sind Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Justiz, Bildung, Finanzen, IT und soziale Dienste. Je nach Beruf kannst du eine Ausbildung, ein duales Studium oder einen Direkteinstieg anstreben. Der öffentliche Dienst bietet dir viele unterschiedliche Berufswege und vergleichsweise sichere Beschäftigungsmöglichkeiten.
Welche Aufgaben hat der öffentliche Dienst?
Der öffentliche Dienst übernimmt Aufgaben, die dem Staat und der Allgemeinheit dienen. Dazu gehören zum Beispiel öffentliche Sicherheit, Verwaltung, Bildung, Justiz, soziale Leistungen, Finanzen, Infrastruktur und Gesundheitswesen. Der Bund, die Länder und die Kommunen teilen sich diese Aufgaben je nach Zuständigkeit. Beschäftigte im öffentlichen Dienst bearbeiten Anträge, setzen Gesetze um, beraten Bürger, sorgen für Sicherheit oder organisieren öffentliche Leistungen. Welche Aufgaben du übernimmst, hängt von deinem Beruf und der jeweiligen Behörde ab. Gemeinsam ist allen Bereichen, dass sie wichtige staatliche Aufgaben zuverlässig erfüllen.
In welchen Bereichen kannst du im öffentlichen Dienst arbeiten?
Im öffentlichen Dienst kannst du in vielen unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Justiz, Zoll, Finanzverwaltung, Bildung, Soziales, Gesundheit, IT, Technik und Umweltschutz. Auch in Ministerien, Ämtern, Schulen, Hochschulen oder kommunalen Einrichtungen gibt es zahlreiche Berufsmöglichkeiten. Je nach Bereich kannst du eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein reguläres Studium absolvieren. Neben klassischen Verwaltungsberufen werden auch Fachkräfte aus technischen, sozialen oder digitalen Berufen gesucht. Welcher Bereich zu dir passt, hängt vor allem von deinen Interessen, deinem Schulabschluss und den jeweiligen Zugangsvoraussetzungen ab.
Wie unterscheiden sich Bund, Länder und Kommunen?
Bund, Länder und Kommunen sind unterschiedliche Ebenen des Staates und übernehmen jeweils eigene Aufgaben. Der Bund ist für Aufgaben zuständig, die ganz Deutschland betreffen, zum Beispiel Verteidigung, Bundespolizei oder Zoll. Die Länder kümmern sich unter anderem um Polizei, Schulen, Hochschulen und große Teile der Justiz. Kommunen, also Städte, andere Gemeinden und Landkreise, übernehmen viele Aufgaben direkt vor Ort, etwa Meldewesen, Bauverwaltung, Feuerwehr oder soziale Leistungen.
Für dich als Berufseinsteiger bedeutet das, dass du im öffentlichen Dienst auf allen drei Ebenen arbeiten kannst. Je nach Arbeitgeber unterscheiden sich Tätigkeiten, Karrierewege und teilweise auch die geltenden Tarif- oder Besoldungsregelungen. Bei Bundesbehörden ist dein Arbeitgeber der Bund, bei Landesbehörden das jeweilige Bundesland und bei kommunalen Behörden zum Beispiel eine Stadt, Gemeinde oder ein Landkreis.
Welche Aufgaben haben die Bundesbehörden?
Bundesbehörden übernehmen Aufgaben, die in die Zuständigkeit des Bundes fallen und häufig ganz Deutschland betreffen. Dazu gehören zum Beispiel innere und äußere Sicherheit, Zoll, Bundesfinanzen, Verkehr, Verteidigung, Migration und bestimmte Bereiche der sozialen Sicherung. Bundesbehörden setzen Bundesgesetze um, bearbeiten Anträge, überwachen Vorschriften und erbringen staatliche Leistungen. Beispiele sind die Bundespolizei, der Zoll, das Bundeskriminalamt oder verschiedene Bundesämter. Welche Aufgaben du dort übernimmst, hängt von der jeweiligen Behörde und deinem Einsatzbereich ab. Für Berufseinsteiger bieten Bundesbehörden zahlreiche Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und weitere Karrierewege.
Welche Aufgaben haben die Landesbehörden?
Landesbehörden übernehmen Aufgaben, für die das jeweilige Bundesland zuständig ist. Dazu gehören zum Beispiel Polizei, Schulen und Hochschulen, Justiz, Finanzverwaltung, Kultur, Umwelt und Teile des Gesundheitswesens. Die Länder führen außerdem viele Bundesgesetze als eigene Angelegenheit aus und organisieren dafür ihre Verwaltung.
Welche Aufgaben du bei einer Landesbehörde übernimmst, hängt stark von deinem Einsatzbereich ab. Du kannst zum Beispiel Anträge bearbeiten, Vorschriften umsetzen, Bürger beraten, Steuern verwalten oder in Bereichen wie Polizei, Justiz und Bildung arbeiten. Die genaue Organisation und die Bezeichnungen der Behörden unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.
Welche Aufgaben übernehmen Kommunen?
Kommunen übernehmen viele Aufgaben, die deinen Alltag direkt betreffen. Dazu gehören zum Beispiel Meldewesen, Kinderbetreuung, Schulen, Feuerwehr, Straßen, Abfallentsorgung, soziale Leistungen und die örtliche Bauplanung. Städte, Gemeinden und Landkreise betreiben außerdem Bürgerämter, organisieren Wahlen und kümmern sich um zahlreiche Verwaltungsverfahren. Einige Aufgaben erledigen sie freiwillig, andere sind ihnen gesetzlich vorgeschrieben. Welche Aufgaben eine Kommune genau übernimmt, hängt auch von ihrer Größe und den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes ab. Wenn du bei einer Kommune arbeitest, bist du deshalb häufig sehr nah an den Anliegen der Bürger.
Berufe und Laufbahnen
Welche Vorteile bietet dir der öffentliche Dienst?
Der öffentliche Dienst bietet dir vor allem sichere Arbeitsplätze, geregelte Arbeitsbedingungen und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Je nach Arbeitgeber profitierst du von tariflich festgelegter Bezahlung oder einer Besoldung nach festen Vorgaben. Häufig gibt es klare Arbeitszeiten, planbaren Urlaub und zusätzliche Leistungen zur Altersvorsorge. Außerdem stehen dir viele verschiedene Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und Karrierewege offen. Besonders attraktiv ist für viele Berufseinsteiger die langfristige Arbeitsplatzsicherheit. Je nach Laufbahn und Tätigkeit kommen außerdem gute Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten hinzu.
Welche Berufe gibt es im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst gibt es eine große Auswahl an Berufen in ganz unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören zum Beispiel Verwaltungsfachangestellte, Beamte in der allgemeinen Verwaltung, Polizisten, Feuerwehrleute, Justizfachangestellte, Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter, IT-Fachkräfte und Beschäftigte in Finanzämtern oder Ministerien. Auch technische, kaufmännische und medizinische Berufe sind vertreten. Je nach Beruf kannst du eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein reguläres Studium absolvieren. Viele Tätigkeiten gibt es bei Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und anderen öffentlichen Einrichtungen. Welcher Beruf zu dir passt, hängt vor allem von deinen Interessen, deinem Schulabschluss und den jeweiligen Zugangsvoraussetzungen ab.
Welche Aufgaben erwarten dich in einem Verwaltungsberuf?
In einem Verwaltungsberuf bearbeitest du vor allem organisatorische, rechtliche und kaufmännische Aufgaben. Du prüfst Anträge, bereitest Bescheide vor, erteilst Auskünfte und setzt gesetzliche Vorgaben um. Je nach Einsatzbereich kümmerst du dich auch um Personal, Finanzen, Beschaffung oder die Organisation von Verwaltungsabläufen. Häufig hast du Kontakt zu Bürgern, Unternehmen oder anderen Behörden. Dabei sind sorgfältiges Arbeiten, Zuverlässigkeit und ein sicherer Umgang mit Vorschriften besonders wichtig. Welche Aufgaben dich genau erwarten, hängt von deiner Behörde und deinem Fachbereich ab.
Was ist der Unterschied zwischen Beamten und Tarifbeschäftigten?
Beamte und Tarifbeschäftigte arbeiten beide im öffentlichen Dienst, haben aber unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse. Als Beamter stehst du in einem besonderen Dienst- und Treueverhältnis zu deinem Dienstherrn und erhältst eine Besoldung. Tarifbeschäftigte haben dagegen einen normalen Arbeitsvertrag und werden nach einem Tarifvertrag bezahlt, zum Beispiel nach dem TVöD oder TV-L. Für sie gelten die üblichen Regelungen des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts.
Beamte haben besondere Rechte und Pflichten, etwa eine Treuepflicht gegenüber dem Staat und in der Regel kein Streikrecht. Dafür profitieren sie unter anderem von einer besonderen Altersversorgung und einem starken Kündigungsschutz. Tarifbeschäftigte zahlen Beiträge in die gesetzliche Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und erhalten später eine gesetzliche Rente. Welcher Status für einen bestimmten Beruf vorgesehen ist, hängt von der Behörde, dem Aufgabenbereich und der jeweiligen Stelle ab.
Welche Laufbahnen gibt es im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst gibt es verschiedene Laufbahnen für Beamte. Häufig werden sie in den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst eingeteilt. Welche Laufbahn für dich infrage kommt, hängt vor allem von deiner schulischen und beruflichen Qualifikation ab. Mit einer Berufsausbildung kannst du zum Beispiel Zugang zum mittleren Dienst erhalten, während für den gehobenen Dienst in der Regel ein Bachelorabschluss oder ein entsprechendes duales Studium erforderlich ist. Für den höheren Dienst brauchst du normalerweise einen Masterabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation.
Bei den Bundesländern können die Bezeichnungen und die Einteilung abweichen. Einige Länder arbeiten zum Beispiel mit Laufbahngruppen und verschiedenen Einstiegsämtern statt mit den klassischen Bezeichnungen. Deshalb solltest du bei einer konkreten Bewerbung immer prüfen, welche Laufbahnregelung für den jeweiligen Arbeitgeber gilt.
Welche Berufe kannst du als Beamter ausüben?
Als Beamter kannst du in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes arbeiten. Typische Berufe gibt es zum Beispiel in der allgemeinen Verwaltung, bei Polizei, Feuerwehr, Zoll, Justiz, Finanzverwaltung und im Schuldienst. Auch in technischen, naturwissenschaftlichen oder IT-bezogenen Laufbahnen sind Beamtenstellen möglich. Welche Tätigkeiten du übernehmen kannst, hängt von deiner Laufbahn, deiner Ausbildung oder deinem Studium und dem jeweiligen Dienstherrn ab. Nicht jeder Beruf im öffentlichen Dienst ist automatisch mit einer Verbeamtung verbunden. Ob eine Stelle als Beamtenstelle ausgeschrieben ist, erkennst du in der Regel an den Angaben zur Laufbahn und Besoldungsgruppe.
Wie sind Beamte krankenversichert?
Beamte sind in Deutschland häufig über eine Kombination aus Beihilfe und privater Krankenversicherung abgesichert. Die Beihilfe übernimmt einen bestimmten Anteil der beihilfefähigen Krankheitskosten, während eine private Krankenversicherung den verbleibenden Anteil absichern kann. Wie hoch die Beihilfe ausfällt, hängt unter anderem vom Dienstherrn und von deiner persönlichen Situation ab.
Anstelle der Beihilfe gibt es in manchen Bereichen die sogenannte freie Heilfürsorge. Hier ist man komplett über den Dienstherren abgesichert und benötigt keine ergänzende private Krankenversicherung. Die konkreten Regelungen unterscheiden sich teilweise zwischen Bund und Ländern, deshalb solltest du bei einer Verbeamtung prüfen, welches Krankenversicherungsmodell für deinen Dienstherrn gilt.
Was ist die Beihilfe für Beamte?
Die Beihilfe ist eine finanzielle Unterstützung deines Dienstherrn zu bestimmten Krankheits-, Pflege- und Behandlungskosten. Sie gilt vor allem für Beamte und ergänzt deren Krankenversicherung. Der Dienstherr übernimmt dabei einen festgelegten Anteil der beihilfefähigen Kosten, den sogenannten Bemessungssatz. Beim Bund liegt dieser für viele aktive Beamte grundsätzlich bei 50 Prozent, kann aber zum Beispiel bei mehreren berücksichtigungsfähigen Kindern höher sein.
Den Teil der Kosten, den die Beihilfe nicht übernimmt, sicherst du in der Regel über eine private Krankenversicherung oder unter bestimmten Voraussetzungen über eine gesetzliche Krankenversicherung ab. Welche Leistungen beihilfefähig sind und wie hoch dein persönlicher Beihilfesatz ist, hängt vom jeweiligen Dienstherrn und deiner persönlichen Situation ab.
Welche Besoldungsgruppen gehören zum mittleren Dienst?
Beim Bund gehören zum mittleren Dienst in der Regel die Besoldungsgruppen A6 bis A9. Der Einstieg erfolgt im mittleren nichttechnischen Dienst in der Regel in A6, in bestimmten Laufbahnen kann das Eingangsamt auch A7 sein. Mit zunehmender Berufserfahrung und entsprechenden Beförderungen kannst du innerhalb deiner Laufbahn höhere Ämter bis zur Besoldungsgruppe A9 erreichen. A9 ist allerdings eine Überschneidungsgruppe, da auch der gehobene Dienst dort beginnen kann. Welche Besoldungsgruppen und Amtsbezeichnungen genau gelten, kann sich bei den Bundesländern unterscheiden.
Welche Besoldungsgruppen gehören zum gehobenen Dienst?
Beim Bund gehören zum gehobenen Dienst die Besoldungsgruppen A9 bis A13. Der Einstieg erfolgt häufig in der Besoldungsgruppe A9. Mit zunehmender Berufserfahrung, guten Leistungen und entsprechenden Beförderungen kannst du innerhalb deiner Laufbahn bis A13 aufsteigen. Typische Amtsbezeichnungen sind zum Beispiel Inspektor in A9, Oberinspektor in A10, Amtmann in A11, Amtsrat in A12 und Oberamtsrat in A13.
Die Besoldungsgruppe A13 ist eine Überschneidungsgruppe, da auch der höhere Dienst dort beginnen kann. Welche Besoldungsgruppen und Amtsbezeichnungen genau gelten, kann sich bei den Bundesländern unterscheiden. Deshalb solltest du bei einer konkreten Stelle immer auf die jeweilige Laufbahn- und Besoldungsregelung achten.
Ausbildung und Karriere
Wie kommst du in den öffentlichen Dienst?
In den öffentlichen Dienst kannst du über verschiedene Wege einsteigen. Typisch sind eine Ausbildung, ein duales Studium, ein Hochschulstudium oder der direkte Berufseinstieg als Tarifbeschäftigter. Auch ein Quereinstieg ist in vielen Bereichen möglich, wenn deine beruflichen Qualifikationen zur ausgeschriebenen Stelle passen. Welche Voraussetzungen du erfüllen musst, hängt vom Beruf, der Behörde und dem jeweiligen Karriereweg ab. Für eine Beamtenlaufbahn gelten zusätzlich besondere Anforderungen, zum Beispiel an Ausbildung, gesundheitliche Eignung und teilweise an die Staatsangehörigkeit. Freie Stellen findest du bei Behörden von Bund, Ländern und Kommunen sowie bei anderen öffentlichen Einrichtungen.
Wo findest du freie Stellen im öffentlichen Dienst?
Freie Stellen im öffentlichen Dienst findest du auf verschiedenen Stellenportalen und direkt auf den Karriereseiten öffentlicher Arbeitgeber. Für Stellen bei Bundesbehörden kannst du zum Beispiel das Karriereportal des Bundes nutzen. Zusätzlich findest du passende Stellen über die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. Viele Bundesländer, Städte, Gemeinden und Behörden veröffentlichen ihre Ausbildungsplätze, dualen Studiengänge und Stellen außerdem auf eigenen Karriereseiten. Es lohnt sich deshalb, sowohl zentrale Stellenportale als auch die Internetseiten der Arbeitgeber zu prüfen, die dich besonders interessieren.
Wie läuft die Bewerbung im öffentlichen Dienst ab?
Die Bewerbung im öffentlichen Dienst läuft meist über ein Online-Bewerbungsportal oder direkt über die jeweilige Behörde. Zunächst reichst du deine Bewerbungsunterlagen ein, zum Beispiel Lebenslauf, Zeugnisse und gegebenenfalls weitere Nachweise. Anschließend prüft der Arbeitgeber, ob du die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen erfüllst. Je nach Stelle folgen danach ein Einstellungstest, ein Online-Test, ein Vorstellungsgespräch oder weitere Teile eines Auswahlverfahrens. Bei einer Beamtenlaufbahn können zusätzlich eine ärztliche Untersuchung und weitere Nachweise erforderlich sein. Wenn du das Auswahlverfahren erfolgreich bestehst, erhältst du anschließend eine Zusage und weitere Informationen zu deiner Einstellung.
Wie wirst du Beamter?
Beamter wirst du, wenn du dich erfolgreich auf eine entsprechende Beamtenstelle oder einen Vorbereitungsdienst bewirbst und die vorgeschriebenen Voraussetzungen erfüllst. Dazu gehören je nach Laufbahn unter anderem die passende schulische oder berufliche Qualifikation, persönliche Eignung und die beamtenrechtlichen Voraussetzungen. Die Auswahl erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.
Bei vielen Laufbahnen beginnst du während der Ausbildung oder des dualen Studiums als Beamter auf Widerruf. Nach erfolgreichem Abschluss folgt häufig die Ernennung zum Beamten auf Probe. Wenn du dich während der Probezeit bewährst und alle Voraussetzungen erfüllst, kannst du anschließend zum Beamten auf Lebenszeit ernannt werden.
Wer ist dein Dienstherr?
Dein Dienstherr ist die öffentliche Körperschaft, zu der du als Beamter in einem Dienst- und Treueverhältnis stehst. Das kann zum Beispiel der Bund, ein Bundesland, eine Stadt, eine Gemeinde oder ein Landkreis sein. Der Dienstherr ernennt dich, zahlt deine Besoldung und ist unter anderem für deine Versorgung und Fürsorge zuständig. Arbeitest du dagegen als Tarifbeschäftigter, spricht man in der Regel nicht vom Dienstherrn, sondern vom Arbeitgeber.
Welchen Schulabschluss brauchst du für den öffentlichen Dienst?
Welchen Schulabschluss du für den öffentlichen Dienst brauchst, hängt vom jeweiligen Beruf und Karriereweg ab. Für viele Ausbildungsberufe reicht ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss aus. Für bestimmte Beamtenlaufbahnen im mittleren Dienst wird häufig mindestens ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung verlangt. Für ein duales Studium und viele Laufbahnen im gehobenen Dienst brauchst du in der Regel die Fachhochschulreife oder das Abitur. Für Tätigkeiten im höheren Dienst ist meist ein abgeschlossenes Hochschulstudium erforderlich. Entscheidend sind immer die Voraussetzungen der konkreten Stellenausschreibung.
Welche Ausbildungen gibt es im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst gibt es viele unterschiedliche Ausbildungsberufe. Typische Beispiele sind Verwaltungsfachangestellte/r, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen, Justizfachangestellte/r sowie verschiedene IT-, Technik- und Handwerksberufe. Auch bei Polizei, Feuerwehr, Zoll und in der Finanzverwaltung gibt es eigene Ausbildungswege. Je nach Beruf arbeitest du später bei einer Bundesbehörde, einem Bundesland, einer Stadt, Gemeinde oder einer anderen öffentlichen Einrichtung. Welche Ausbildung für dich infrage kommt, hängt vor allem von deinem Schulabschluss, deinen Interessen und den Voraussetzungen der jeweiligen Stelle ab.
Welche dualen Studiengänge gibt es im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst gibt es viele duale Studiengänge in unterschiedlichen Fachrichtungen. Besonders verbreitet sind Studiengänge in allgemeiner Verwaltung, Verwaltungsinformatik, Steuerverwaltung, Rechtspflege, Polizei, Zoll und Sozialversicherung. Daneben gibt es Angebote in Bereichen wie IT, Digitalisierung, Technik, Finanzen oder Sozialwesen. Häufig führen diese Studiengänge in eine Laufbahn des gehobenen Dienstes oder in eine vergleichbare Tätigkeit als Tarifbeschäftigter. Während des Studiums wechselst du meist zwischen Theoriephasen an einer Hochschule und Praxisphasen bei einer Behörde oder öffentlichen Einrichtung. Welche dualen Studiengänge angeboten werden, hängt vom jeweiligen Arbeitgeber und Aufgabenbereich ab.
Was kommt im Einstellungstest für den öffentlichen Dienst dran?
Im Einstellungstest für den öffentlichen Dienst werden je nach Behörde und Beruf unterschiedliche Bereiche geprüft. Typisch sind Aufgaben zu Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und Allgemeinwissen in Bereichen wie Staat, Politik, Wirtschaft und Geografie. Häufig kommen außerdem Textverständnis, Rechtschreibung, Zahlenreihen, Tabellen, Diagramme oder Merkaufgaben vor. Bei manchen Arbeitgebern werden zusätzlich berufsspezifische Kenntnisse abgefragt. Auch Persönlichkeitstests oder situative Aufgaben können Teil des Auswahlverfahrens sein. Welche Inhalte dich genau erwarten, hängt von der ausgeschriebenen Stelle und dem jeweiligen Arbeitgeber ab.
Wie kannst du dich auf den Einstellungstest vorbereiten?
Auf den Einstellungstest im öffentlichen Dienst kannst du dich gezielt vorbereiten, indem du typische Aufgabenbereiche regelmäßig übst. Dazu gehören je nach Behörde vor allem Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration, Allgemeinwissen und Textverständnis. Sinnvoll ist es, nicht nur die Aufgabenarten kennenzulernen, sondern auch unter Zeitdruck zu trainieren. So gewöhnst du dich an das Arbeitstempo und erkennst, bei welchen Themen du noch Schwierigkeiten hast. Zusätzlich solltest du dich über den jeweiligen Arbeitgeber, den angestrebten Beruf und den Ablauf des Auswahlverfahrens informieren. Mit einer frühzeitigen und regelmäßigen Vorbereitung kannst du deine Sicherheit im Test deutlich verbessern.
Wie gut sind die Übernahmechancen nach Ausbildung oder dualem Studium?
Die Übernahmechancen nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium im öffentlichen Dienst sind häufig gut. Die meisten öffentliche Arbeitgeber stellen ausdrücklich mit dem Ziel ein, erfolgreiche Absolventen anschließend weiter zu beschäftigen. Die Bundesagentur für Arbeit bietet bei ihren dualen Studiengängen zum Beispiel eine unbefristete Übernahme nach erfolgreichem Abschluss an. Eine allgemeine Übernahmegarantie für den gesamten öffentlichen Dienst gibt es jedoch nicht. Auch bei dualen Studiengängen für Beamtenlaufbahnen kann die spätere Übernahme von deinem Abschluss, deiner Eignung und freien Stellen abhängen. Welche Chancen du konkret hast, solltest du deshalb bereits in der jeweiligen Ausschreibung prüfen.
Welche Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst gibt es viele Möglichkeiten, dich beruflich weiterzuentwickeln. Du kannst zum Beispiel durch Fortbildungen, zusätzliche Qualifikationen oder ein berufsbegleitendes Studium neue Aufgaben übernehmen und dich für höher bewertete Stellen qualifizieren. Als Beamter kannst du innerhalb deiner Laufbahn befördert werden und dadurch in ein höheres Amt mit einer höheren Besoldungsgruppe aufsteigen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch der Wechsel in eine höhere Laufbahngruppe möglich. Als Tarifbeschäftigter kannst du dich auf höher eingruppierte Stellen bewerben und dadurch mehr Verantwortung und ein höheres Entgelt erreichen. Welche Aufstiegsmöglichkeiten du konkret hast, hängt von deinem Beruf, deiner Qualifikation, deiner Leistung und den Angeboten deines Arbeitgebers ab.
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