Gemeindeordnung (GemO)
Öffentlicher Dienst-Abkürzungen
Die Gemeindeordnung, kurz GemO, ist eine zentrale Rechtsgrundlage für die Organisation und Verwaltung von Städten und Gemeinden. Sie wird nicht vom Bund, sondern vom jeweiligen Bundesland erlassen. Deshalb unterscheiden sich sowohl die Inhalte als auch die Abkürzungen, beispielsweise GemO in Baden-Württemberg, SächsGemO in Sachsen oder GO in Bayern. Die Gemeindeordnung regelt die rechtliche Stellung der Gemeinde, ihre Selbstverwaltung und ihre Aufgaben. Außerdem bestimmt sie, welche Zuständigkeiten der Gemeinderat, der Bürgermeister und weitere kommunale Organe besitzen.
Weitere Regelungen betreffen unter anderem Gemeinderatssitzungen, Beschlussfassungen, kommunale Satzungen, Bürgerbeteiligung und die Gemeindewirtschaft. Im Verwaltungsalltag begegnet dir die Gemeindeordnung beispielsweise bei der Vorbereitung von Beschlussvorlagen, der Prüfung von Zuständigkeiten oder dem Erlass einer Satzung. Besonders wichtig ist sie deshalb während einer Ausbildung oder eines dualen Studiums in einer Kommunalverwaltung. Da sich einzelne Vorschriften von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, musst du immer die dort geltende Fassung verwenden. Als Anwärter solltest du die Gemeindeordnung als grundlegendes Organisationsgesetz der kommunalen Verwaltung einordnen und wichtige Zuständigkeiten darin sicher nachschlagen können.
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