Informationssicherheitsbeauftragte / Informationssicherheitsbeauftragter (ISB)
Öffentlicher Dienst-Abkürzungen
Eine Informationssicherheitsbeauftragte oder ein Informationssicherheitsbeauftragter, kurz ISB, koordiniert alle grundlegenden Fragen der Informationssicherheit innerhalb einer Behörde oder öffentlichen Einrichtung. Das Ziel besteht darin, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sowie die Funktionsfähigkeit wichtiger Verwaltungsprozesse zu schützen. Der ISB unterstützt die Leitung beim Aufbau, Betrieb und der Weiterentwicklung eines Informationssicherheitsmanagementsystems. Dazu gehören die Erstellung von Sicherheitsrichtlinien, die Bewertung von Risiken, die Koordination von Sicherheitsmaßnahmen und die Begleitung von Sicherheitsvorfällen. Außerdem informiert und sensibilisiert der ISB die Beschäftigten und berichtet der Behördenleitung regelmäßig über den Stand der Informationssicherheit.
Damit die Aufgabe wirksam erfüllt werden kann, sollte der ISB möglichst unabhängig arbeiten, frühzeitig in sicherheitsrelevante Projekte eingebunden werden und direkten Zugang zur Leitung haben. Die Funktion ist von der operativen IT-Administration zu unterscheiden, da der ISB Sicherheitsmaßnahmen vor allem plant, koordiniert und kontrolliert, während die IT-Abteilung sie technisch umsetzt. Auch der Datenschutzbeauftragte hat einen anderen Schwerpunkt, denn er überwacht den Schutz personenbezogener Daten, während der ISB grundsätzlich sämtliche schutzbedürftigen Informationen und Systeme betrachtet. Als Bewerber benötigst du je nach Stelle Kenntnisse in Informationstechnik, IT-Grundschutz, Risikomanagement, Verwaltungsorganisation und einschlägigen Sicherheitsvorgaben. Zusätzlich sind analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit vertraulichen Informationen besonders wichtig.
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