Bewerbungsschreiben
Öffentlicher Dienst-ABC
Das Bewerbungsschreiben, auch Anschreiben genannt, ist bei vielen Bewerbungen im öffentlichen Dienst ein wichtiger Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Es gibt dir die Möglichkeit, deine Motivation für die ausgeschriebene Stelle zu erklären und deutlich zu machen, warum deine Kenntnisse, Erfahrungen und persönlichen Stärken zu den Anforderungen passen. Ein Anschreiben ist allerdings nicht bei jeder Bewerbung vorgeschrieben. Maßgeblich ist immer die Stellenausschreibung. Wird dort kein Bewerbungsschreiben verlangt, solltest du dich an die genannten Vorgaben halten und nur die geforderten Unterlagen einreichen.
Inhalte:
Was gehört in ein Bewerbungsschreiben?
Ein Bewerbungsschreiben sollte übersichtlich aufgebaut und möglichst auf eine Seite begrenzt sein. Im oberen Bereich stehen deine Kontaktdaten sowie die Anschrift des Arbeitgebers. Danach folgen Ort und Datum, ein eindeutiger Betreff und die Anrede. Wenn in der Stellenausschreibung eine Kennziffer oder Referenznummer genannt wird, solltest du sie im Betreff aufnehmen. Ist eine konkrete Ansprechperson angegeben, richtest du das Schreiben direkt an sie. Fehlt ein Name, kannst du eine allgemeine Anrede verwenden.
Inhaltlich sollte dein Anschreiben nicht einfach den Lebenslauf wiederholen. Erkläre stattdessen, warum du dich gerade auf diese Stelle bewirbst und was dich an der Behörde oder Einrichtung interessiert. Gehe anschließend auf die wichtigsten Anforderungen aus der Ausschreibung ein und zeige anhand konkreter Beispiele, welche Erfahrungen oder Fähigkeiten du mitbringst. Wenn beispielsweise Organisationstalent, Teamfähigkeit oder sorgfältiges Arbeiten gefragt sind, reicht es nicht, diese Eigenschaften nur aufzuzählen. Überzeugender ist es, kurz zu beschreiben, wo du sie bereits eingesetzt hast. So entsteht ein nachvollziehbarer Bezug zwischen deinem bisherigen Werdegang und der ausgeschriebenen Tätigkeit.
Worauf kommt es im öffentlichen Dienst besonders an?
Bei einer Bewerbung im öffentlichen Dienst solltest du dein Anschreiben immer auf die konkrete Stellenausschreibung abstimmen. Behörden suchen in der Regel nicht nach möglichst kreativen Formulierungen, sondern nach Bewerbern, deren Qualifikationen und Motivation nachvollziehbar zur Aufgabe passen. Schreibe deshalb klar, sachlich und persönlich. Vermeide allgemeine Standardsätze, die für jede beliebige Stelle verwendet werden könnten. Auch übertriebene Selbstdarstellung ist nicht nötig. Entscheidend ist, dass du deine Eignung verständlich belegst und zeigst, dass du dich mit der ausgeschriebenen Tätigkeit beschäftigt hast.
Eine Gehaltsvorstellung musst du bei vielen Stellen im öffentlichen Dienst nicht nennen, weil die Vergütung häufig durch eine ausgeschriebene Entgelt- oder Besoldungsgruppe festgelegt ist. Wird eine bestimmte Angabe in der Ausschreibung ausdrücklich verlangt, solltest du sie natürlich aufnehmen. Prüfe außerdem sorgfältig Rechtschreibung, Grammatik und Formatierung. Ein einheitliches, gut lesbares Erscheinungsbild wirkt professionell und erleichtert die Prüfung deiner Unterlagen.
Bewerbungsschreiben vor dem Absenden prüfen
Bevor du deine Bewerbung abschickst, solltest du das Anschreiben noch einmal mit der Stellenausschreibung vergleichen. Sind die wichtigsten Anforderungen aufgegriffen? Wird klar, warum du dich bewirbst und welche Qualifikationen du mitbringst? Stimmen Ansprechpartner, Behördenname, Kennziffer und Betreff? Kontrolliere außerdem, ob alle geforderten Unterlagen vollständig sind und ob du den vorgeschriebenen Bewerbungsweg einhältst. Ein gutes Bewerbungsschreiben muss nicht besonders ausgefallen sein. Es sollte vor allem individuell, fehlerfrei und auf die konkrete Stelle zugeschnitten sein. Damit gibst du dem Arbeitgeber einen schnellen Eindruck davon, warum du für die ausgeschriebene Position geeignet bist und weshalb du im öffentlichen Dienst arbeiten möchtest.
