Gruppenaufgabe im Auswahlverfahren
Öffentlicher Dienst-ABC
Eine Gruppenaufgabe kann Teil eines Auswahlverfahrens im öffentlichen Dienst sein. Dabei bearbeitest du gemeinsam mit anderen Bewerbern eine vorgegebene Aufgabe oder diskutierst über ein bestimmtes Thema. Die Beobachter achten nicht nur darauf, zu welchem Ergebnis die Gruppe kommt. Mindestens ebenso wichtig ist, wie du dich in die Zusammenarbeit einbringst, wie du kommunizierst und wie du mit anderen Meinungen umgehst. Welche Form die Gruppenaufgabe hat, hängt von der Behörde, der Stelle und dem jeweiligen Auswahlverfahren ab.
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Wie kann eine Gruppenaufgabe aussehen?
Möglich sind zum Beispiel Gruppendiskussionen, Planungsaufgaben oder gemeinsame Fallbearbeitungen. Ihr müsst dann etwa Informationen auswerten, Prioritäten festlegen, eine Lösung entwickeln oder euch auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Häufig steht nur eine begrenzte Bearbeitungszeit zur Verfügung. Manchmal präsentiert die Gruppe anschließend ihr Ergebnis oder einzelne Teilnehmer stellen wichtige Punkte vor.
Bei manchen Aufgaben erhält jeder Bewerber dieselben Informationen. In anderen Fällen bekommen die Teilnehmer unterschiedliche Rollen oder zusätzliche Angaben, die sie in die gemeinsame Lösung einbringen müssen. Deshalb solltest du die Aufgabenstellung und deine Unterlagen zu Beginn genau lesen. Einen festen Aufgabenkatalog für Gruppenübungen im öffentlichen Dienst gibt es nicht.
Worauf achten die Beobachter?
In einer Gruppenaufgabe werden häufig soziale und methodische Kompetenzen beobachtet. Dazu gehören zum Beispiel Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, strukturiertes Denken, Entscheidungsfähigkeit und ein angemessener Umgang mit Konflikten. Auch deine Fähigkeit zuzuhören, andere Beiträge aufzugreifen und eigene Argumente verständlich zu erklären kann eine Rolle spielen.
Du musst dich dabei nicht möglichst stark in den Vordergrund stellen. Wer andere ständig unterbricht oder jede Entscheidung allein bestimmen möchte, zeigt nicht automatisch Führungskompetenz. Ebenso ungünstig ist es, sich fast vollständig aus der Diskussion herauszuhalten. Sinnvoll ist ein aktiver, sachlicher Beitrag zur gemeinsamen Lösung. Du kannst zum Beispiel wichtige Punkte zusammenfassen, auf die verbleibende Zeit hinweisen oder einen Vorschlag machen, wie die Gruppe weiterarbeiten könnte.
So bereitest du dich vor
Gruppenaufgaben lassen sich nur begrenzt auswendig lernen, aber du kannst typische Situationen trainieren. Übe, deine Meinung kurz und verständlich zu begründen, anderen aufmerksam zuzuhören und auf Gegenargumente sachlich zu reagieren. Bei Planungsaufgaben hilft es, Informationen zuerst zu ordnen und gemeinsam Kriterien für eine Entscheidung festzulegen. Behalte außerdem die Zeit im Blick, ohne die Gruppe ständig zu drängen.
Ausbildungspark ist als Fachverlag auf Einstellungstests und Auswahlverfahren spezialisiert und bietet Vorbereitungsmaterialien für Bewerber im öffentlichen Dienst an. Die Materialien werden auch von ver.di Jugend empfohlen. Entscheidend bleibt aber immer das konkrete Verfahren deiner Behörde. Wenn deine Einladung Hinweise auf ein Assessment Center, eine Gruppendiskussion oder andere Gruppenübungen enthält, solltest du dich gezielt mit diesen Formaten beschäftigen.
Während der Gruppenaufgabe
Bleib authentisch und konzentriere dich auf die gemeinsame Aufgabe. Sprich klar, aber nicht unnötig lange, und gib anderen ausreichend Raum für ihre Beiträge. Wenn die Diskussion feststeckt, kannst du versuchen, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten oder verschiedene Vorschläge miteinander zu verbinden. Bei Meinungsverschiedenheiten solltest du sachlich bleiben und Argumente statt Personen bewerten. So zeigst du, dass du auch unter Beobachtung konstruktiv mit anderen zusammenarbeiten kannst.
