Hochschule des Bundes
Öffentlicher Dienst-ABC
Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, kurz HS Bund, ist eine spezialisierte Hochschule für die Ausbildung und Qualifizierung von Beschäftigten der Bundesverwaltung. Eine zentrale Aufgabe ist die Ausbildung von Nachwuchskräften für den gehobenen Dienst des Bundes. Die Hochschule gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und verfügt zugleich über hochschulische Selbstverwaltungsrechte. Ihr zentraler Hochschulcampus befindet sich in Brühl.
Inhalte:
Fachbereiche und Studiengänge
Die Hochschule des Bundes ist bundesweit organisiert und umfasst zehn Fachbereiche sowie einen Zentralen Lehrbereich. Zu den Fachbereichen gehören unter anderem Allgemeine Innere Verwaltung, Auswärtige Angelegenheiten, Bundespolizei, Bundeswehrverwaltung, Finanzen, Kriminalpolizei und Nachrichtendienste. Weitere Fachbereiche befassen sich mit Landwirtschaftlicher Sozialversicherung, Sozialversicherung und Wetterdienst. Dadurch deckt die Hochschule sehr unterschiedliche Aufgabenfelder der Bundesverwaltung ab.
Das Studienangebot reicht von Verwaltungsmanagement und Public Administration über Bundespolizei, Zolldienst und Verwaltungsinformatik bis zu spezialisierten Studiengängen für Nachrichtendienste, Sozialversicherung oder Wetterdienst. Die Studiengänge führen je nach Fachbereich zu unterschiedlichen Abschlüssen, zum Beispiel zum Diplom-Verwaltungswirt beziehungsweise zur Diplom-Verwaltungswirtin, zu einem Bachelorabschluss oder zu einem anderen laufbahnspezifischen Hochschulabschluss.
Wie läuft das Studium ab?
Viele Studiengänge der HS Bund sind dual organisiert. Das bedeutet, dass sich fachtheoretische Studienabschnitte und praktische Ausbildungszeiten in Bundesbehörden abwechseln. Beim Studiengang Verwaltungsmanagement dauert das Studium zum Beispiel sechs Semester und umfasst zwei Praxissemester. Mit dem erfolgreichen Abschluss erwirbst du dort zugleich die Laufbahnbefähigung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst des Bundes.
Studierende in Laufbahnausbildungen sind häufig Beamte auf Widerruf und erhalten während des Studiums Anwärterbezüge. Das gilt jedoch nicht für jedes Studienangebot in identischer Form. Studienaufbau, Status, Vergütung und Einsatzbehörde richten sich nach dem jeweiligen Fachbereich und Studiengang. Deshalb solltest du die konkreten Bedingungen immer in der jeweiligen Ausschreibung prüfen.
Bewerbung an der Hochschule des Bundes
Für viele Studiengänge bewirbst du dich nicht wie an einer gewöhnlichen Hochschule direkt auf einen freien Studienplatz. Häufig ist eine bestimmte Bundesbehörde die Einstellungsbehörde und führt auch das Auswahlverfahren durch. Beim Verwaltungsmanagement und beim Studiengang Digital Administration and Cyber Security ist dagegen die Hochschule des Bundes selbst Einstellungsbehörde. Je nach Studiengang können ein Online-Test, ein schriftliches Auswahlverfahren, ein Interview oder weitere Auswahlbestandteile vorgesehen sein.
Wenn du dich für ein Studium an der HS Bund interessierst, solltest du deshalb zuerst den passenden Studiengang auswählen und anschließend prüfen, wo die Bewerbung eingereicht werden muss. Achte außerdem auf schulische Voraussetzungen, Bewerbungsfristen und mögliche besondere Anforderungen der jeweiligen Laufbahn.
Weiterqualifizierung im höheren Dienst
Neben den Studiengängen für Berufseinsteiger bietet die Hochschule auch Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Der berufsbegleitende Masterstudiengang Master of Public Administration richtet sich an Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung und ist speziell auf die Anforderungen des höheren nichttechnischen Verwaltungsdienstes des Bundes zugeschnitten. Damit spielt die HS Bund nicht nur beim Berufseinstieg, sondern auch bei der weiteren Qualifizierung innerhalb der Bundesverwaltung eine wichtige Rolle.
