Initiativbewerbung
Öffentlicher Dienst-ABC
Mit einer Initiativbewerbung bewirbst du dich bei einem öffentlichen Arbeitgeber, obwohl aktuell keine passende konkrete Stelle für dich ausgeschrieben ist. Du zeigst damit Eigeninitiative und machst auf deine Qualifikation und dein Interesse an einer Tätigkeit aufmerksam. Im öffentlichen Dienst sind Initiativbewerbungen grundsätzlich möglich, sie spielen aber eine kleinere Rolle als bei vielen privaten Unternehmen. Behörden und andere öffentliche Arbeitgeber besetzen Stellen häufig über konkrete Ausschreibungen mit festgelegten Anforderungen und einem geregelten Auswahlverfahren.
Inhalte:
Wann ist eine Initiativbewerbung sinnvoll?
Eine Initiativbewerbung kann sich besonders lohnen, wenn eine Behörde oder öffentliche Einrichtung ausdrücklich darauf hinweist, dass solche Bewerbungen willkommen sind. Manche Arbeitgeber veröffentlichen dafür eigene Initiativausschreibungen oder nehmen geeignete Bewerber in einen Bewerberpool auf. Auch bei häufig gesuchten Fachkräften, zum Beispiel in IT, Technik, Ingenieurwesen oder bestimmten sozialen und medizinischen Berufen, kann eine direkte Kontaktaufnahme sinnvoll sein.
Bevor du deine Unterlagen verschickst, solltest du deshalb prüfen, ob der gewünschte Arbeitgeber Initiativbewerbungen annimmt und welcher Bewerbungsweg vorgesehen ist. Findest du dazu keine Informationen, kannst du bei der Personalstelle nachfragen. So vermeidest du, dass deine Bewerbung an der falschen Stelle landet oder aufgrund eines vorgeschriebenen Bewerbungsportals nicht berücksichtigt werden kann.
Was gehört in die Initiativbewerbung?
Deine Bewerbung sollte deutlich machen, für welchen Aufgabenbereich du dich interessierst und welche Qualifikationen du dafür mitbringst. Formuliere möglichst konkret, welche Tätigkeiten, Fachgebiete oder Standorte für dich infrage kommen. Ein allgemein gehaltenes Schreiben ohne erkennbaren Bezug zum Arbeitgeber wirkt dagegen schnell beliebig. Zum Lebenslauf solltest du die wichtigsten Zeugnisse und Nachweise beifügen, sofern der Arbeitgeber keine anderen Vorgaben macht.
Informiere dich vorher über die Aufgaben und Strukturen der Behörde. Dadurch kannst du besser erklären, wo du deine Kenntnisse einsetzen möchtest und welchen beruflichen Hintergrund du mitbringst. Gerade bei einer Initiativbewerbung ist es wichtig, dem Personalbereich schnell zu zeigen, für welche möglichen Stellen dein Profil interessant sein könnte.
Initiativbewerbung ersetzt keine Stellenausschreibung
Eine Initiativbewerbung bedeutet nicht automatisch, dass eine Behörde eine Stelle für dich schaffen oder dich unmittelbar einstellen kann. Wird später eine passende Stelle ausgeschrieben, kann eine reguläre Bewerbung auf diese Ausschreibung erforderlich sein. Im öffentlichen Dienst werden Bewerber bei der Besetzung öffentlicher Ämter nach festgelegten Kriterien ausgewählt. Deine Initiativbewerbung kann deshalb vor allem dazu dienen, frühzeitig Kontakt aufzunehmen oder für passende künftige Vakanzen berücksichtigt zu werden.
Behalte auch nach dem Absenden die Stellenangebote des gewünschten Arbeitgebers im Blick. Wenn eine passende Ausschreibung erscheint, solltest du dich innerhalb der angegebenen Frist noch einmal gezielt darauf bewerben. So verbindest du die Eigeninitiative deiner ersten Kontaktaufnahme mit den formalen Anforderungen des eigentlichen Bewerbungsverfahrens.
