Laufbahngruppe
Öffentlicher Dienst-ABC
Die Laufbahngruppe ist ein wichtiger Begriff, wenn du eine Karriere als Beamter planst. Sie ordnet verschiedene Beamtenlaufbahnen nach den Anforderungen an Ausbildung und Qualifikation. In der Bundesverwaltung gibt es vier Laufbahngruppen: den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Innerhalb dieser Gruppen befinden sich wiederum verschiedene fachliche Laufbahnen, zum Beispiel der nichttechnische oder technische Verwaltungsdienst.
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Welche Laufbahngruppe kommt für dich infrage?
Welche Laufbahngruppe für deinen Einstieg infrage kommt, hängt vor allem von deinem Bildungsabschluss und der für die jeweilige Laufbahn erforderlichen Qualifikation ab. Für den einfachen Dienst reicht grundsätzlich ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand in Verbindung mit einer weiteren geforderten Qualifikation. Für den mittleren Dienst wird grundsätzlich ein Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand vorausgesetzt. Der gehobene Dienst setzt typischerweise eine Hochschulzugangsberechtigung beziehungsweise einen geeigneten Hochschulabschluss voraus. Für den höheren Dienst benötigst du grundsätzlich einen Masterabschluss oder einen gleichwertigen Hochschulabschluss. Hinzu kommen je nach Zugangsweg weitere Voraussetzungen, etwa ein Vorbereitungsdienst, eine Berufsausbildung oder entsprechende Berufserfahrung.
Eine Laufbahngruppe sagt dabei noch nicht genau, welche Tätigkeit du später ausübst. So können innerhalb einer Laufbahngruppe ganz unterschiedliche Fachrichtungen vorkommen. In der Bundesverwaltung gibt es unter anderem Laufbahnen im nichttechnischen und technischen Verwaltungsdienst sowie im naturwissenschaftlichen, ärztlichen oder sprach- und kulturwissenschaftlichen Bereich.
Bund und Länder haben unterschiedliche Systeme
Wichtig ist, dass die vier klassischen Laufbahngruppen nicht überall in Deutschland in dieser Form verwendet werden. Die Bundesverwaltung arbeitet weiterhin mit einfachem, mittlerem, gehobenem und höherem Dienst. Viele Bundesländer haben ihr Laufbahnrecht dagegen reformiert und verwenden beispielsweise zwei oder drei Laufbahngruppen, Einstiegsebenen oder Qualifikationsebenen. Wenn du dich bei einer Landes- oder Kommunalverwaltung bewirbst, solltest du deshalb immer prüfen, welche Bezeichnungen und Voraussetzungen im jeweiligen Bundesland gelten.
Für Tarifbeschäftigte gilt dieses beamtenrechtliche Laufbahnsystem nicht. Ihre Tätigkeiten werden stattdessen nach den jeweiligen tariflichen Regelungen bewertet und Entgeltgruppen zugeordnet.
Tipps für Bewerber
Achte in Stellenausschreibungen genau darauf, welcher Laufbahngruppe und welcher konkreten Laufbahn eine Stelle zugeordnet ist. So erkennst du frühzeitig, welche schulischen, beruflichen oder akademischen Voraussetzungen erwartet werden. Gerade wenn du zwischen Ausbildung und dualem Studium entscheidest, kann die angestrebte Laufbahngruppe einen wichtigen Hinweis auf deine späteren Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten geben.
Fazit
Die Laufbahngruppe ordnet Beamtenlaufbahnen nach ihrem Anforderungs- und Qualifikationsniveau. In der Bundesverwaltung gibt es den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Welche Laufbahngruppe zu dir passt, hängt vor allem von deinem Bildungsweg und deiner beruflichen Qualifikation ab. Bei Ländern und Kommunen solltest du zusätzlich auf die jeweiligen landesrechtlichen Bezeichnungen achten, da sich die Laufbahnsysteme unterscheiden können.
